Roger Schmidt dirigiert gerade PSV Eindhoven in den Niederlanden. Doch dort kündigte er seinen Rücktritt an. Foto: imago images

Einen Tag vor Herthas wichtigem Abstiegsduell gegen den VfL Bochum kochen bei den Blau-Weißen wieder die Trainergerüchte hoch. Kommt Roger Schmidt (54) im Sommer und Tayfun Korkut (47) bleibt nur die Zwischenlösung?

Auslöser für die Diskussion, die sich vielleicht zu einem unangenehmen Störfeuer vor dem Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen Bochum entwickeln kann, ist die Tatsache, dass Roger Schmidt am Donnerstag bei seinem jetzigen Klub PSV Eindhoven angekündigt hat, nach der Saison dort aufzuhören. „Ich bin stolz, Teil der PSV Eindhoven zu sein und möchte mit meiner Mannschaft in dieser Saison noch um weitere Titel kämpfen. Im Sommer möchte ich dann aber frei sein, um eine neue Entscheidung für mich treffen zu können“, sagte Schmidt gegenüber dem Fachmagazin Kicker. Seit anderthalb Jahren arbeitet er bei dem niederländischen Traditionsklub, wurde 2021 sofort Vize-Meister.

Schon 2020 war Schmidt ein Kandidat bei Hertha

Schon im März 2020 war der Coach, der vorher bei Red Bull Salzburg (2012–2014) und Leverkusen (2014–2017) gearbeitet, dann zum China-Klub Peking Guoan von 2017 bis 2019 ging, bei Hertha im Gespräch. Doch da sagte er Eindhoven zu und die Blau-Weißen entschieden sich damals für Bruno Labbadia. Im Dezember 2021 gab es die nächsten Gerüchte um Schmidt bei den Blau-Weißen. Jetzt kündigte der Trainer also sein Ende bei Eindhoven an – für einen neuen Job bei Hertha?

Die nächste Chance ist da. Aber dafür muss Hertha erst mal in der Bundesliga bleiben. Die Aufgabe wird bei nur noch drei Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 hart genug. Um irgendwie die Abwärtsspirale der letzten Wochen zu stoppen, müssen im Heimspiel gegen Bochum und auch bei der Auswärtspartie beim Fast-schon-Absteiger Fürth sechs Punkte her. Das weiß auch Manager Fredi Bobic: „Wir haben noch 14 Spiele. Wir sollten alles daran setzen, am Freitag gegen Bochum zu gewinnen und auch in Fürth zu punkten. Die Mannschaft muss sich zusammenraufen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wir uns selbst schlagen. Das sind zwei unfassbare Gesichter.“

Das Hauptproblem der letzten Spiele war die verkorkste Anfangsphase. Das darf gegen Bochum nicht mehr passieren. Bobic: „Wenn du die ersten 30 Minuten verpennst und dann hinterherrennen musst, hast du manchmal nicht mehr das Glück. Aber wir wissen, in welcher Situation wir sind.“ Ja, im Abstiegskampf. Doch der Manager ist sich sicher: „Wir wollen die Saison im Mittelfeld abschließen.“ Nur dann würde auch Roger Schmidt im Sommer kommen …

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