Die Corona-Krise im Bild: Bei Herthas vergangenem Heimspiel gegen Köln durften nur rund 2000 Fans ins Olympiastadion. In normalen Zeiten wäre es wohl über 50.000 gewesen. Foto: dpa

Keine gute Saison 2020/21 für Hertha BSC! Auf dem Rasen gerade mal dem Abstieg entronnen und die Vereinskasse weist ein Defizit von 78 Millionen Euro aus. 105,2 Millionen Euro wurden eingenommen. Ausgegeben aber 183,2 Millionen Euro.

Rund die Hälfte der Mindereinnahmen beruhen auf der Corona-Krise, minimale Zuschauereinnahmen von 200.000 Euro statt Millionenbeträge. Dazu weniger Werbeeinnahmen. Finanzboss Ingo Schiller rechnete vor, dass Hertha durch die Pandemie in zwei Jahren bisher bis zu 100 Millionen Euro Verlust gemacht hat.

Dank Windhorst ist Hertha finanziell stabil

Nur durch die 374 Millionen Euro von Investor Lars Windhorst können die Blau-Weißen sich finanziell noch einigermaßen sicher fühlen. So wuchs das Eigenkapital von 36,7 Millionen Euro auf 107,5 Millionen Euro. Auf Deutsch: Hertha bleibt flüssig.

Da haben andere Bundesliga-Klubs erheblich größere Probleme. Schiller stellte deswegen auch noch mal klar: „Es ist eine Partnerschaft, die uns in eine vergleichbar gute Lage bringt und in einer stabilen Situation hält.“ Diese Botschaft wird er auch den Mitgliedern bei der digitalen Vereinsversammlung am Sonntag mitteilen.

Stadionmiete: Hertha im Clinch mit dem Senat

Dort wird auch wieder einmal die Stadion-Debatte Thema sein. Hertha hat im abgeschlossenen Etat 2020/21 die volle Miete für das Olympiastadion einberechnet (rund 5 Millionen Euro), pocht aber im Streit mit dem Senat um eine Mietminderung wegen der Corona-Krise auf einen Nachlass von mindestens 50 Prozent.

Das Verfahren ist vor einem Schiedsgericht. Das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs, welches eine Mietminderung für von der Corona-Krise gebeutelte Unternehmen vorsieht, könnte Hertha dabei in die Karten spielen.

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