Drei Ballermänner auf einem Bild: Dodi Lukebakio, Matheus Cunha, Kris Piatek (v.l.) bekommen durch Sturm-Zugang Jhon Cordoba noch mehr Power. Foto: Matthias Koch 

Offensiv knallt es bei Hertha BSC so richtig. Das Problem: Auch hinten schepperte es gewaltig. Vier Tore reichten im Pokal nicht, um Zweitligist Braunschweig zu schlagen (4:5). Für den Liga-Start bei Werder Bremen (Sonnabend, 15.30 Uhr) verfügt Trainer Bruno Labbadia mit Sturm-Zugang Jhon Cordoba über noch mehr Power. Bruno lässt die Ballermänner wieder los!

„Wir haben einen denkbar schlechten Einstieg gehabt“, erinnert sich Michael Preetz schmerzhaft an das frühe Pokal-Aus. Der Manager erhöht den Druck und fordert: „In Bremen muss die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen.“

Vor allem in der Defensive. Die Innenverteidiger Niklas Stark und Karim Rekik erlebten einen rabenschwarzen Tag – und sitzen in Bremen wohl auf der Bank. Denn neben Jordan Torunarigha, der im Pokal gesperrt war, meldet sich auch Abwehrchef Dedryck Boyata zurück.

„Er macht einen guten Eindruck“, berichtet Labbadia über den Belgier, der die vergangenen drei Wochen wegen hartnäckigen Problemen an der Achillessehne nicht voll trainieren konnte. „Mein Gefühl sagt mir, dass er bereit ist. Er ist ein wichtiger Baustein in unserem Team, verkörpert Dinge, die wir brauchen.“

Freude statt Sorgen machte Labbadia bereits die blau-weiße Offensive. Zauberfuß Matheus Cunha (1 Tor und 2 Vorlagen im Pokal) und Dodi Lukebakio (2 Tore) sind mächtig gut drauf. 

Mit 16-Millionen-Mann Jhon Cordoba verfügt der Coach ab sofort zusätzlich über einen echten Brecher, der auf seinen ersten Hertha-Einsatz brennt. Noch pokert Labbadia, ob der Zugang vom 1. FC Köln bereits in Bremen Vollgas geben kann: „Ich will noch keine Prognose abgeben. Er muss sich reinfinden. Ein Vorteil ist aber, dass er die Liga kennt.“

Gut möglich, dass Cordoba sein Debüt feiern darf – und zusammen mit Kris Piatek auf Torejagd geht, der im Pokal in Corona-Quarantäne saß. „Wir werden sehen, wer gut drauf ist und wer zusammen funktioniert“, sagt Labbadia über die mögliche Doppelspitze und erklärt: „Wenn sie clever genug und bereit sind, ist das definitiv gut möglich.“

Heißt: Erholt sich Cunha schnell genug von seiner Erkältung, lässt Labbadia alle seine Ballermänner in Bremen los.