Deyo Zeefuik zeigte ein starkes blau-weißes Debüt.  Foto: Matthias Koch

Hertha BSC fackelte nicht lang, entschied sich nach der Corona-Absage von Testgegner AS St. Etienne für ein zweites, internes blau-weißes Testspiel. Beim 4:1 (3:0)-Sieg von Team Weiß feierten die beiden Zugänge Alexander Schwolow (29) und Deyo Zeefuik (22) einen starken Einstand. Trainer Bruno Labbadia jubelt: Hurra, wir haben einen Feuerwehrmann.

Zeefuik, nach langem Tauziehen erst am Donnerstag verpflichtet, könnte Hertha-Fans noch viel Freude bereiten. „Deyo hat gleich eine Torvorlage gegeben, hatte viele gute Aktionen. Vor allem hat er sehr diszipliniert nach hinten gearbeitet“, erklärt Labbadia nach dem Test über zweimal 35 Minuten.

Exemplarisch war dafür eine Szene in der ersten Halbzeit: Als Niklas Stark ins Straucheln geriet, spurtete Herthas neuer Rechtsverteidiger ins Zentrum und klärte gegen Matheus Cunha in höchster Not: „Er ist immer aufmerksam. Deyo ist unser Feuerwehrmann“, freut sich Labbadia.

Doch auch nach vorne soll der bei Ajax ausgebildete und vom FC Groningen gekaufte Niederländer Akzente setzen. Seine Flanke zum 3:0 durch Kris Piatek (33.) – Darida (25.) und Ascacibar (32.) hatten die Weißen bereits in Führung gebracht – war maßgeschneidert. „Das hat er gut gemacht“, lobt Labbadia. „Wir wissen, dass er offensiv mehr Qualitäten hat, als er bisher gezeigt hat. Er verfügt über eine große Dynamik und extreme Explosivität.“

Im zweiten Abschnitt dominierte Team Blau. Bis auf den Anschlusstreffer durch Dodi Lukebakio (41.) passierte jedoch nichts vor dem Tor. Kurz vor Schluss sorgte Piatek per Strafstoß für den 4:1-Endstand, nachdem Dedryck Boyata Stürmer Jessic Ngankam zu Fall gebracht hatte (64.).

Zufrieden war Labbadia dennoch, auch mit dem Debüt von Torhüter Schwolow: „Wir wissen, dass er fußballerisch gut ist. Dazu hat man gesehen, dass er seine Vordermänner gut dirigiert.“

Und falls es doch mal brennt, hat Bruno jetzt ja einen neuen Feuerwehrmann. 

So spielte Hertha:
Team Weiß: Schwolow – Zeefuik, Stark, Torunarigha, Plattenhardt – Ascacibar, Darida – Duda – Leckie, Piatek, Ngankam

Team Blau: Jarstein (36. Körber) – Pekarik (36. Klünter), Boyata, Rekik, Mittelstädt – Tousart (36. M. Dardai), Maier – Cunha – Lukebakio, Redan, Dilrosun