Hertha-Sportchef Fredi Bobic kündigt sowohl Abgänge als auch Zugänge bis zum 31. August an.  City-Press

Nach dem Fehlstart befindet sich Hertha BSC weiter auf der Suche nach Verstärkungen. „Wir werden sicher noch was machen“, sagte Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic am Sonntag mit Blick auf das nahende Transferende am 31. August. Im Offensivbereich und auf dem Flügel suchen die Berliner nach neuen Spielern. Bobic: „Wir werden auch noch jemanden abgeben. Es muss ein Zug-um-Zug-Geschäft sein, aber die Zeit wird eng.“

Offen bleibt dabei die Zukunft des brasilianischen Olympiasiegers Matheus Cunha. Bereits am Samstag vor der 1:2-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg sagte Bobic, dass der 22-Jährige „in Kontakt mit anderen Clubs“ steht. Cunha war von Trainer Pal Dardai zuvor nicht in den Kader des Hauptstadtclubs gegen Wolfsburg berufen worden.

Bobic sucht Spieler mit Hertha-Herz 

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Der frühere Profi Bobic stellte erneut klar, dass Cunha nicht zwingend gehen müsse und auch am 1. September nach Ablauf der Transferfrist noch in Berlin unter Vertrag stehen könne. „Ich brauche eine Mannschaft, die mit dem Herz bei Hertha dabei ist“, forderte Bobic, sagte aber auch: „Andere Vereine sind auf der Pirsch, wenn man diesen Spieler verpflichten kann.“

Anders als Dardai bewertet Bobic den Elfer-Streit bei Hertha BSC. Dodi Lukebakio und Davie Selke diskutierten gefühlt eine halbe Ewigkeit, erst Kapitän Dedryck Boyata beendete den Zwist. Bobic: „Mir hat das nicht gefallen, da bin ich ganz ehrlich. So etwas kann man einfacher regeln, schon vor dem Spiel. Dass es diese Diskussion auf dem Platz gab, sieht nach außen nicht gut aus. Das einzig Gute war – auch wenn gefühlt alle schießen wollten –, dass der Ball am Ende drin war.“

Hertha ist als einziger Bundesligist nach zwei Spieltagen noch ohne Punkte und liegt auf dem letzten Tabellenplatz. „Man ist natürlich enttäuscht und nicht zufrieden. Wir haben einiges aufzuarbeiten“, sagte Bobic: „Es ist ein Start, den du mit dir schleppst, der es nicht einfach macht für die nächsten Wochen.“ Man werde nun gemeinsam mit Trainer Dardai daran arbeiten, „dass es wieder in die richtige Richtung geht“, sagte der 49-Jährige.

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