Vergangene Saison spielte Marius Wolf noch für Hertha. Jetzt legt im Abstiegsgipfel einen Doppelpack für Köln beim 3:1 gegen Bielefeld hin. Foto: imago images/Kraft

Die bittere Realität sieht so aus: Hertha kämpft mit aller Macht und mit Geld gegen den Abstieg. Die Blau-Weißen sind seit Sonntag auf Rang 15 mit null Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. Nur noch sieben Gegentore fehlen bis zu dieser Höllenposition in der Tabelle. Die gruseligen Erinnerungen aus dem Jahre 2012 mit dem Relegationsskandal von Düsseldorf und dem Abstieg werden wieder wach.

Der neue, alte Trainer Pal Dardai versucht nach dem 1:3 von Frankfurt im Turbotempo, aus den Spielern eine Mannschaft zu machen. Erste Anzeichen waren dafür zu sehen. Das macht etwas Mut. Doch das alleine wird so nicht reichen.

Mit Sami Khedira kommt ein Führungsspieler. Es ist eine Korrektur der Personalpolitik vom Sommer. Bei allen hochbegabten Jung-Millionären gab es bisher keine Hierarchie nach den Abgängen von Ibisevic, Skjeldbred und Kalou. Der Schritt ist folgerichtig!

Doch die Verpflichtung ist auch risikoreich. Wie weit kann Khedira, der im Herbst seiner Karriere mit vielen Verletzungen zu kämpfen hat, auch sportlich weiter helfen? Ich wünsche ihm alles Gute, damit er dauerhaft mithelfen kann, dass Hertha nicht absteigt.

Reden wir von zwei anderen Sommerabgängen. Ondrej Duda bereitete für Köln zwei Tore vor, Marius Wolf (Foto) machte die Treffer. Die Geißbockelf steht nach dem 3:1 gegen Bielefeld jetzt vor Hertha. Fußball ist manchmal ein grausames Märchen. Es klingt gerade eher nach Blau-Weiß-Käppchen und der böse Wolf.