Bitter: Für Herthas Außenbahnstürmer Javairo Dilrosun (21) ist die Saison vorzeitig beendet.  Foto: Imago Images

Hertha geht am Stock! Der blau-weiße Höhenflug wurde beim BVB (0:1) gestoppt – auch, weil dem Team von Trainer Bruno Labbadia seit dem Corona-Neustart kräftig die Flügel gestutzt wurden! Mit Javairo Dilrosun (21) fällt der nächste Außenstürmer aus.

Dilrosun bleibt das blau-weiße Sorgenkind. Nach nur 30 Minuten humpelte der sonst so flinke Niederländer in Dortmund vom Platz. Die niederschmetternde Diagnose folgte am Montag: Muskelverletzung im linken Oberschenkel. Die Folge: Saison-Aus.

Wieder der Oberschenkel

Die Blessur ist gleich doppelt bitter. Zum einen, weil sich Dilrosun gerade erst wieder aus seinem Leistungsloch zog, sich in der Vorwoche beim 2:0-Sieg gegen Augsburg mit einem Traumtor zurückmeldete. Andererseits läuten bei vielen Hertha-Fans bei der Diagnose die Alarmglocken. Bereits im Vorjahr bremste Dilrosun nach seinem Super-Start ein Muskelfaserriss im Oberschenkel fast fünf Monate aus! Der Körper des unglaublich talentierten Tempodribbler scheint den Bundesliga-Belastungen noch nicht dauerhaft Stand zu halten.

„Jetzt treten so langsam die Folgen der doch langen Pause ein“, erklärt Labbadia angesichts der langen Verletztenliste. Der Cheftrainer hatte während der Corona-Pause stets vor einem zu schnellen Wiederbeginn gewarnt. Vergebens.

Warten auf Cunha

Im Endspurt gehen Labbadia damit die Offensiv-Optionen aus. Neben Dilrosun fehlen auch Marius Wolf (Fußverletzung), Mathew Leckie (Muskelverletzung) und Matheus Cunha (Gehirnerschütterung). Sinnbildlich für die gestutzten blau-weißen Flügel: Beim BVB stürmten Alexander Esswein (für Dilrosun) und in der zweiten Halbzeit Talent Jessic Ngankam (19) für den schwachen Dodi Lukebakio.

Neben Dilrosun ist die Spielzeit bereits für Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar (schwere Mittelfußprellung) und Linksverteidiger-Talent Luca Netz (Mittelfußbruch) vorzeitig beendet. Immerhin: Mit den Innenverteidigern Karim Rekik (Innenbandverletzung im Knie) und Niklas Stark (Adduktoren) sowie Linksverteidiger Marvin Pattenhardt (Gehirnerschütterung) könnten zumindest drei defensive Spieler rechtzeitig für das Spiel gegen Frankfurt (Sonnabend, 15.30 Uhr) fit werden.