Nein, sechs Gegentore waren es diesmal nicht. Trotzdem muss Hertha-Trainer Tayfun Korkut in Freiburg die nächste Pleite hinnehmen. Auch, wegen eines Witz-Elfers (l.). Foto: Imago (2)

Ist das bitter! Hertha BSC wartet weiter auf den ersten Sieg in der Rückrunde, verliert aufgrund eines Witz-Elfmeters mit 0:3 (0:1) beim SC Freiburg. Damit rutschen die Blau-Weißen immer weiter in die Krise.

Hertha BSC taumelt in der Bundesliga weiter in Richtung Tabellenkeller!

Witz-Elfer ärgert Hertha

Der frühe Knackpunkt: Vincenzo Grifo sorgte beim sechsten Heimsieg der Breisgauer  in der Anfangsphase mit einem Witz-Elfmeter  (12.) für die Führung. Hertha-Verteidiger Linus Gechter traf Roland Sallai nämlich nicht. Der Schiedsrichter gab trotzdem Strafstroß, nachdem auch der Video-Assistent nicht eingriff. Bitter!

In der Schlussphase schraubten Kevin Schade (83.) und Lucas Höler (86.) in die Höhe.

Klar zu sehen: Hertha-Verteidiger Linus Gechter trifft Roland Sallai nicht. Der Schiedsrichter gab trotzdem Elfmeter für den SC Freiburg. Foto: Imago

Trainer Tayfun Korkut hatte seine Mannschaft ungeachtet des Corona-Ausfalls von Stammkeeper Alexander Schwolow vor der Abreise nach Süddeutschland noch stark reden wollen. Er habe „kein negatives Gefühl“ und spüre gar „viel Ruhe um mich herum und Zusammenhalt“, meinte der Coach.

Marcel Lotka debütiert im Hertha-Tor

Die Nominierung des polnischen Debütanten Marcel Lotka als Ersatz für Schwolow, der wegen seines Positivtests die Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte verpasste, begründete allerdings Korkut mit weiteren Personalsorgen: „Nils Körber war verletzt und hat erst zwei Einheiten mitgemacht. Von daher ist die Entscheidung logisch, dass der Torhüter spielt, der trainieren konnte. Er ist ein positiv verrückter und sehr mutiger Torwart. Ich traue ihm ein gutes Debüt zu.“

Nach zwölf Minuten und nach dem Witz-Elfer aber hatten sich Lotkas Hoffnungen auf einen Bundesliga-Einstand mit weißer Weste erledigt.

Korkuts Team zauderte nach dem frühen Rückstand in den ersten Spielminuten zu oft – die Verunsicherung nach zuletzt sieben Pflichtspielen ohne Erfolgserlebnis war Hertha BSC deutlich anzumerken.

Hertha bemüht, aber wirkungslos

In der Folgezeit hätten die Freiburger durchaus schon vor Pause für die Entscheidung zu ihren Gunsten sorgen können. Doch die Mannschaft von SC-Coach Christian Streich nutzte ihre hohe Überlegenheit zunächst nicht zu weiteren Treffern und hatte auf der anderen Seite sogar einmal großes Glück: Einen überraschenden Schuss von Stevan Jovetic konnte die Abwehr der Platzherren gerade noch blocken.

Nach rund einer Stunde bemühte sich Hertha sichtlich stärker um die Verhinderung ihrer achten Saisonpleite auf fremden Plätzen. Allerdings waren die Aktionen überwiegend nicht zwingend und mit ablaufender Spielzeit auch zu hektisch, um die Freiburger ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Damit geht der Absturz von Hertha BSC ungebremst weiter. Am kommenden Sonnabend (15.30 Uhr) kommt Einbracht Frankfurt ins Olympiastadion.

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