Es ist zum Haare raufen! Kris Piatek kann es nicht fassen. Herthas Stürmer vergab zwei riesige Torchancen. Foto: City-Press

Wieder kein Sieg! Hertha BSC quält sich weiter im unteren Tabellendrittel herum. Nur 0:0 beim Krisenklub 1.FC Köln. Wieder zwei verlorene Punkte, denn die Blau-Weißen hatten gleich drei Riesen-Torchancen gegen die harmlosen Geißböcke.

Kein Gegentor, immerhin schon besser als beim 0:1 in Bielefeld. Doch auch das konnte Torwart Alexander Schwolow nicht so richtig glücklich machen. „Wir waren heute stabiler. Wir waren unterm Strich die bessere Mannschaft. Wir hätten die drei Punkte mitnehmen müssen. Schade, dass Matteos Schuss nur gegen den Pfosten ging“, erklärte der Keeper nach dem Schlusspfiff.

Der Franzose Matteo Guendouzi hatte in der 84.Minute den Sieg auf dem Fuß, doch die Kugel knallte nach seinem Schuss nur an den linken Pfosten. Das Glück ist momentan kein blau-weißer Freund. Auch schon vier Minuten vorher nicht. Der eingewechselte Matheus Cunha dribbelte im Strafraum. Der Ball sprang dann von Sava-Arangel Cestics Fuß an die Hand von Sebastian Bornauw. Unglücklich, aber nach strenger Regelauslegung hätte es dafür einen Elfmeter geben müssen. Schiedsrichter Frank Willenborg aus Osnabrück gab ihn nicht. Cunha konnte es nicht fassen.

Piatek hatte es auf dem Fuß

Das war aber nicht das Hauptsächliche, worüber sich die Blau-Weißen ärgern müssen. Sie hatten mehr Ballbesitz kontrollierten das Spiel, die Zweikämpfe wurden auch gewonnen. Kurzum: Es war um Längen besser als der Schlaffi-Auftritt in Bielefeld. Doch es wirkte noch immer alles verkrampft und ideenlos. Ansätze von Kombinationsfußball in der Offensive waren zu sehen. Stürmer Kris Piatek hatte schon in der 13. Minute die Führung auf dem Fuß. Aber Kölns Keeper Timo Horn hielt den Schuss. So ging es torlos in die Pause.

Der Pole hatte in der 73. Minute die zweite Großchance, als ihn Cunha millimetergenau bediente. Doch der Ball flog knapp am Pfosten vorbei. Der Brasilianer wurde wegen seiner Leistenbeschwerden zunächst geschont und erst in der 60. Minute für Dodi Lukebakio eingewechselt. Mit Cunha bekam die Offensive mehr Schwung und Mut. Doch es reichte mal wieder nicht.

Verteidiger Niklas Stark blieb nach der Nullnummer trotzig: „Am Schluss werden wir sehen, was der Punkte wert ist. Wir haben einen Punkt geholt und es geht gleich weiter. Ich glaube, wir müssen einmal den Ball über die Linie bringen, einmal den Bock umstoßen. Dann geht alles viel leichter. Wir haben andere Erwartungen. Wir müssen den Druck annehmen und Dienstag gegen Hoffenheim gleich weitermachen.“

Immerhin kann Hertha das Minimalziel von 20 Punkten in der Hinrunde nach diesem Unentschieden noch mit einem Sieg gegen die TSG schaffen.