U20-Nationalspieler Lazar Samardzic sieht bei RB Leipzig mehr Chancen seine Karriere in Schwung zu bringen als bei Hertha BSC.  Foto: Imago Images

Da träumt einer vom ganz großen Wurf! Mega-Talent Lazar Samardzic (18) verlässt Hertha BSC im Streit, der Mittelfeldmann wechselt zu RB Leipzig. Immerhin kassieren die Blau-Weißen vom Brauseklub rund eine Million Euro Ablöse für den gebürtigen Berliner. Dennoch: Der Verlust des Eigengewächs – Samardzic wechselte bereits als Siebenjähriger in die Hertha-Akademie – schmerzt.

Der Linksfuß mit serbischen Wurzeln ist hochgradig veranlagt und könnte eine große Karriere vor sich haben. Gleich mehrere international Spitzenklub sollen interessiert gewesen sein. Zuletzt stieg auch der FC Bayern in den Poker ein. Zu spät. RB machte das Rennen.

Dass alle um Samardzic buhlten, lag, neben seinen Fähigkeiten auf dem Spielfeld, wohl auch an seinem Auftreten neben dem Platz. Nachdem er erst in der Rückrunde sein Profi-Debüt unter Trainer Bruno Labbadia feierte und dreimal Bundesliga schnuppern durfte, verlangte Samardzic in der neuen Saison mehr Einsatzzeit. Weil sein Berater den bis 2022 laufenden Vertrag anzweifelte und sogar mit einer Klage drohte, verbannte Hertha Samardzic die vergangenen Wochen vom Training. Das Tischtuch war zerschnitten. 

Möglich, dass die Ein- und Auswechslung im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt ein Grund gewesen ist, warum Samardzic keine blau-weiße Perspektive mehr sah. Labbadia hatte den Wechsel zwar taktisch begründet, Samardzic aber auch kritisiert.

Ob das Mittelfeld-Juwel tatsächlich im starken RB-Kader unter Trainer Julian Nagelsmann zu mehr Einsätzen kommt, wird sich zeigen.