Michael Preetz schaut skeptisch, hat aber keine Corona-Sorgen bei seinen Profis ausgemacht. Foto: Jürgen Engler

Eine Corona-Infektion kann auch für junge und gesunde Fußballer zur Gefahr werden. Unions Neven Subotic (31) spricht gar von einer „Grund-Angst“. Bei Hertha spielen solche Gedanken laut Manager Michael Preetz keine Rolle.

„Auf uns ist kein Spieler zugekommen und hat gesagt, er will nicht. Ich habe auch keinen Spieler bei uns ausmachen können, der ängstlich mit der Situation umgeht“, erklärt Preetz auf KURIER-Nachfrage.

Profi fiel ins Koma

Explizit gefragt haben die Blau-Weißen ihre Profis nicht. Eine solche Umfrage, was Fußballer wirklich über „Neustart oder Abbruch“ denken, regte Köln-Profi Birger Verstraete vergangene Woche an: „Wenn jeder anonym entscheiden könnte, bin ich sehr gespannt, wie die Abstimmung ausgehen würde“, stellte der Belgier in den Raum und sorgt sich vor allem um die Gesundheit seiner herzkranken Freundin.

Wie schlimm aber die heimtückische Lungenerkrankung auch für junge Profis sein kann, zeigt das Beispiel von Junior Sambia (23). Montpelliers Mittelfeld-Ass erkrankte als erster Spieler in Frankreich, musste sogar kurzfristig ins künstliche Koma versetzt werden. Mittlerweile soll es ihm besser gehen.

Vorfreude im Internet 

„Wir können auch in einer nicht Corona-Zeit keinen Spieler zwingen, wenn er nicht möchte. Wir haben sie umfassend aufgeklärt. Ich glaube, dass sie grundsätzlich sehr, sehr gut geschützt sind“, sagt Preetz und verweist auf das DFL-Konzept und die engmaschigen Corona-Tests.

Dass Herthas Profis keine Angst haben, zeigte nicht nur das Skandal-Video von Salomon Kalou. In den sozialen Medien – wo sonst – posteten fast alle Blau-Weißen ein Foto. Die Botschaft: pure Vorfreude!