Die Stimmung ist nach dem Hertha-Sieg in Hoffenheim besser. Richtig gut wird sie erst, wenn am Freitag das Derby gegen Union gewonnen wird.  Foto: AFP

Endlich rollt der Ball wieder – und das erste Spiel aus blau-weißer Sicht machte gleich viel mehr Spaß als fast alle Partien vor der Corona-Zwangspause zusammen.

Klar, Spiel eins nach mehr als neun Wochen Unterbrechung kann noch kein Maßstab sein. Jedes Team sucht seinen Rhythmus, das sah man auf allen Plätzen in der Republik. Dennoch wird der blau-weiße Fußball, den das Team unter Trainer Bruno Labbadia (Foto) in Hoffenheim andeutete, allen Hertha-Fans zu Hause auf der Corona-Couch nach der langen fußballlosen Zeit Freude bereitet haben.

Am Derby hängt die Saison

Noch mehr werden viele Augen nach den 90 Minuten und dem Blick auf die Tabelle gestrahlt haben: Erstmals seit dem 11. Spieltag steht Hertha wieder vorm 1. FC Union. Nur wenn die Köpenicker heute gegen Bayern über sich hinauswachsen, könnten sich die Vorzeichen vor dem Rückspiel in der kommenden Woche wieder ändern.

Zwar ist die Momentaufnahme bereits Balsam für die zuletzt so sehr geschundene blau-weiße Seele. Auch das Abstiegsgespenst sorgt ab sofort trotz anhaltender Geisterkulisse für keinen Schrecken mehr. Doch den größten Schaden verursachte trotz dieser blau-weißen Chaos-Saison die 0:1-Derby-Pleite im November. Der Schlaffi-Auftritt in Köpenick verdirbt noch heute jedem Herthaner die Laune.

Wirklich zufrieden werden sie erst sein, wenn Freitag die Revanche gelingt.