Schmerzhaft für Dedryck Boyata und Hertha BSC: Der Belgier verletzte sich beim 2:1-Sieg gegen Fürth und fällt vorerst aus.  City-Press

Die Freude über die Energieleistung und den späten 2:1-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth war riesig. Doch auch den zweiten Dreier der Saison mussten die Blau-Weißen teuer bezahlen. 

Denn mit Kapitän Dedryck Boyata und Flügelflitzer Myziane Maolida fallen zwei wichtige Spieler bis auf Weiteres aus. Der Abwehrchef, der bis zu seiner Auswechslung in der 27. Minute ein blitzsauberes Spiel machte, verletzte sich bei einem Ausfallschritt am Oberschenkel. Das gleiche Schicksal ereilte dem quirligen Neuzugang Maolida in der 68. Minute, nachdem er zuvor mit Tempo und Technik reihenweise Fürther überlief und umkurvte. 

Maolida und Boyata fehlen Hertha 

Darauf wird Pal Dardai erst mal wieder verzichten müssen. Entsprechend enttäuscht war der blau-weiße Cheftrainer: „Es sind Muskelverletzungen. Wir müssen das erst mal untersuchen, aber es wird wohl nicht für nächste Woche reichen. Sie haben wohl beide einen Muskelfaserriss.“

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Gleichzeitig betonte der Trainer, dass es nicht an seinen Trainingsmethoden liegt. „Bevor jemand etwas Falsches schreibt. Beide hatten keine richtige Vorbereitung“, erklärte er, nachdem sich bereits beim 3:1-Sieg in Bochum Lukas Klünter (Schulter-OP) und Jordan Torunarigha (Oberschenkel) verletzt hatten und wochenlang ausfallen.

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Bitter: Auch Myziane Maolida humpelte vom Feld und wird Hertha wohl in den nächsten Wochen fehlen.

Auch bei Sohn Marton ging Dardai ins Risiko, nachdem der Verteidiger nur drei Übungseinheiten nach einer vierwöchigen Sprunggelenkverletzung absolviert hatte. „Er sollte eigentlich nicht so lange spielen“, verrät Dardai. Doch Marton biss auf die Zähne, spielte durch und lieferte an der Seite von Niklas Stark und Primus Linus Gechter eine starke Partie ab.

Dardai will in Leipzig punkten

Immerhin: Entwarnung gab es bei Marvin Plattenhardt. Der Linksverteidiger, ebenfalls erst wieder genesen, blieb zur Halbzeit in der Kabine, sei aber nicht verletzt. Dardai: „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme.“

Dennoch: Die Ausfälle Boyatas und Maolidas wiegen schwer. Für das Spiel bei RB Leipzig (Sonnabend, 15.30 Uhr) sagt Dardai pragmatisch: „Wir werden wieder 18 Feldspieler zusammenkratzen und wollen auch dort punkten.“

Wenn diese 18 in Sachsen den Einsatz und die Leidenschaft an den Tag legen, mit der sie Fürth in der zweiten Halbzeit überrannten, muss tatsächlich keinem Hertha-Fan vor RB bange sein.

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