Zeit, Abschied zu nehmen: Davie Selke sagt Javairô Dilrosun (l.) Tschüss. Herthas Holland-Flitzer wechselt nach Frankreich. City-Press

Auf den Kater folgt der Abschiedsschmerz! Hertha BSC verleiht trotz des geplatzten Last-Minute-Transfers von Mailand-Star Samu Castillejo (26) Flügelstürmer Javairô Dilrosun an Girondins Bordeaux. Ob der immens talentierte wie flinke Holländer nochmals in Berlin aufschlägt, ist ungewiss. Die Franzosen sicherten sich für Dilrosun eine Kaufoption.

Direkt nach dem gescheiterten Deal mit Castillejo, wie Dilrosun ein Außenbahnspieler, funkten viele Hertha-Fans S.O.S. Die einhellige Meinung: Dilrosun dürfe dann nicht abgegeben werden. Zu schlecht war der Saisonstart mit drei Pleiten aus drei Spielen und vor allem kaum offensiver Gefahr.

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Dilrosun könnte Hertha Geld bringen

Sportchef Fredi Bobic ließ den 23-Jährigen trotzdem ziehen. Um 0.25 Uhr verkündete Hertha den Dilrosun-Deal. Bobic: „Javairo ist ein guter Junge und zweifelsohne ein talentierter Fußballer, der aufgrund verschiedener Verletzungen seine Leistung bei Hertha nicht immer abrufen konnte. In Frankreich möchte Jav sich nun einer neuen Herausforderung stellen, um sich sportlich weiter zu entwickeln. Dafür wünschen wir ihm alles Gute für die Zukunft.“

Dilrosun, bei Ajax Amsterdam ausgebildet und von Manchester City für nur 250.000 Euro verpflichtet, verlässt Hertha BSC damit nach drei Jahren. Sein Riesentalent zeigte er nur selten. In 58 Pflichtspielen traf Dilrosun sechs Mal und bereitete acht Treffer vor.

Redan stürmt wieder in Holland

Immerhin: Sollte Dilrosun in Frankreich groß aufspielen, klingelt bei Hertha die Kasse. Die Kaufoption soll zwischen fünf und sechs Millionen Euro liegen.

Ebenfalls per Leihe weg: Nachwuchsstürmer Daishawn Redan (20), für den Hertha einst drei Millionen Euro an den FC Chelsea überwies, stürmt ab sofort in seiner niederländischen Heimat für PEC Zwolle.

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