Marc Kempf sah im Derby gegen Union seine dritte Gelbe Karte der Saison und ist noch nicht unmittelbar von einer Sperre bedroht.
Marc Kempf sah im Derby gegen Union seine dritte Gelbe Karte der Saison und ist noch nicht unmittelbar von einer Sperre bedroht. Foto: Imago

Die Luft für Hertha BSC wird immer dünner. Das Team von Felix Magath muss in den kommenden fünf Spielen im Überlebenskampf der Fußball-Bundesliga noch kräftig punkten und kann dafür sicherlich jeden Spieler gut gebrauchen. Blöd nur, dass bis zu acht blau-weißen Profis im Endspurt noch eine Gelbsperre droht.

Gleich drei Spieler stehen vor dem Spiel in Augsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr) bei vier Verwarnungen. Vladimir Darida, Marco Richter und Stürmer Stevan Jovetic. Wer noch einmal Gelb kassiert, muss zuschauen.

Am bedrohtesten ist wohl Mittelfeld-Motor Darida. Der Tscheche ist zwar stets ein fairer Sportsmann, reibt sich aber naturgemäß in der Schaltzentrale immer in vielen Zweikämpfen auf.

Bis zu acht Hertha-Profis droht Gelbsperre

Flügelflitzer Richter ist dagegen ein Heißsporn, lebt von seinen Emotionen und muss also höllisch aufpassen. Jovetic fehlt Magath in den kommenden Spielen sowieso. Der Torjäger ist wieder mal verletzt.

Fünf weitere Profis haben bisher drei Gelbe Karten gesammelt und sind damit noch nicht unmittelbar bedroht. Allzu viel sollten sich die Mittelfeldmänner Santiago Ascacibar und Lucas Tousart sowie die Verteidiger Maximilian Mittelstädt, Marc Kempf und Niklas Stark aber nicht mehr erlauben.

Hertha: Gelbsperre greift auch in der Relegation

Insgesamt sind damit mehrere Hertha-Stammkräfte noch von einer Gelbsperre in dieser Saison bedroht. Keine allzu rosigen Aussichten vor den Wochen der Wahrheit im Kampf um den Klassenerhalt.

Übrigens: Kassiert ein Spieler am letzten Spieltag die fünfte Gelbe und kommt Hertha am Ende auf Rang 16 ins Ziel, zählt die Sperre auch für das Relegations-Hinspiel gegen den Dritten der Zweiten Liga.

Magath und sein Trainerteam werden die Spieler sicherlich auf ihr gesammeltes Kartenkontingent hinweisen, wenn es die Profis nicht schon wissen. Herthas Cheftrainer ist zwar lange genug im Geschäft, um zu wissen, dass eine Verwarnung immer mal passieren kann. Eine fünfte Gelbe Karte wegen Meckerns oder anderer Dummheiten wird der Disziplin-Fanatiker dagegen wohl nur schwer akzeptieren.

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