Hertha-Ikone Ete Beer (l.) und Union-Legende Torsten Mattuschka (r.) denken diesmal dasselbe.  Imago (2), City-Press

Zwei Klub-Legenden, eine Meinung! Am Sonnabend (18.30 Uhr) steigt das heißersehnte Derby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC. Und als wäre nicht schon genug Feuer drin, gießen Hertha-Ikone Erich Beer und Union-Legende Torsten Mattuschka noch mal Öl ins Feuer und zählen Herthas Cheftrainer Pal Dardai an. 

„Wenn Bobic den richtigen Trainer für die Zukunft gefunden hat, wird er Pal sagen: Das war’s“, glaubt Beer an keinen längeren Verbleib des Ungarn unter Sportchef Fredi Bobic. Mattuschka geht im Gespräch mit dem kicker noch einen Schritt weiter, zählt Dardai bereits an: „Ich denke auch, dass Dardai keine Dauerlösung ist. Bei der nächsten Schwächephase ist er vermutlich weg.“

Union bessere Einheit als Hertha 

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Einigkeit herrscht bei beiden auch darüber, worin sich Hertha und Union unterscheiden. Beer: „Union wirkt wie eine große Familie. Das ist Hertha im Moment leider nicht mehr.“ Mattuschka, von 2005 bis 2014 für die Eisernen im Einsatz, pflichtet dem mittlerweile 74 Jahre alten Beer bei: „Union ist eine bessere Einheit als Hertha. Hertha hat viele junge Spieler, hatte aber auch viele Problemfälle.“ Der 41 Jahre Mattuschka ergänzt mit Blick auf Spieler wie Matheus Cunha und Dodi Lukebakio, die Hertha im Sommer abgab: „Diese Ego-Zocker gibt es bei Union nicht.“

Union wirtschaftet besser als Hertha 

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Ete Beer und Torsten Mattuschka sind sich einig: Der 1. FC Union hat den besseren Teamgeist als Hertha BSC.

Bei Hertha aber eben auch nicht mehr. Dardais Team wirkt nach den Abgängen zwar stabiler, wirklich gefunden haben sich die Blau-Weißen bisher aber nicht nicht.  Auch ein Grund, warum sie nur auf Platz 13 rangieren und vier Punkte Rückstand auf die Eisernen haben, die vom achten Tabellenplatz vor dem Derby grüßen. Selbst bei einem Sieg bei den Eisernen kämen die Herthaner also nur bis auf einen Punkt ran.

Für Beer auch ein Indiz dafür, dass andere Klubs besser wirtschaften als Hertha. „Hertha holt Stars, die keine sind. Da wurde eine Menge Geld nicht so sinnvoll eingesetzt.“ Bei Union hingegen sei die Mannschaft der Star, betonte der ehemalige Herthaner, der in den 1970ern für den West-Berliner Klub spielte und lange Zeit Herthas Bundesliga-Rekordtorschütze war.

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