Arne Maier (l.) im Duell mit Herthas Jurgen Ekkelenkamp. Im Hinspiel im November holte Maier mit Augsburg durch ein 1:1 einen Punkt aus dem Olympiastadion. Foto: Imago Images/Nordphoto/Engler

Da hat wohl jemand mit Hertha BSC schon abgeschlossen. Eigentlich hat Arne Maier (23) bei den Blau-Weißen noch einen Vertrag bis 2023. Der Mittelfeldspieler wurde an Herthas nächsten Gegner FC Augsburg (Sonnabend, 15.30 Uhr) bis zum Saisonende ausgeliehen – mit Kaufoption über rund fünf Millionen Euro. Zurück kommt das blau-weiße Eigengewächs wohl nicht mehr.

Vor dem Abstiegsduell sagt der U21-Europameister gegenüber Sport1: „Im Moment schaue ich auf keinen anderen Verein, auch nicht auf die Hertha. Ich konzentriere mich aufs Hier und Jetzt und möchte mit dem FCA Punkte holen. Ich kann nur sagen, dass ich glücklich in Augsburg bin. Alles andere ist im Moment unwichtig.“

Maier: „Mein Fokus liegt auf Augsburg“

Die Ausgangslage ist pikant: Mit einem Sieg gegen Hertha ist Augsburg so gut wie gerettet, hat dann 35 Punkte. Gleichzeitig würde die Zweite Liga für Maiers Ausbildungsverein immer näherrücken. Der Mittelfeldspieler ist da komplett professionell und will für seinen momentanen Arbeitgeber die Punkte holen. „Was bei Hertha passiert, ist für die Ambitionen des Klubs sicherlich zu wenig. Aber noch mal: Mein Fokus liegt auf Augsburg“, sagt Maier.

Er scheint in der Fuggerstadt sein Glück gefunden zu haben. Als Neunjähriger wechselte er 2008 von seiner Geburtsstadt Ludwigsfelde zu Herthas Jugend. Neun Jahre später gab das Ausnahmetalent sein Debüt in der Bundesliga. Bei Herthas 2:0 in Darmstadt im Mai 2017 durfte er eine Minute ran. Nach dem Schnupperkurs wurde er bereits eine Saison später Stammspieler.

Maier ist beim FCA ein Führungsspieler

Arne Maier im Januar 2020 für Hertha gegen Schalke in Aktion. Foto: Imago Images/Nordphoto/Engler

Eine Innenbandverletzung und dann Knieprobleme brachten ihn 2019 aus dem Tritt. Im Oktober 2020 wurde Maier dann an Bielefeld ausgeliehen. Da hat er das erste Mal richtig Abstiegskampf kennengelernt. Vergangenen Sommer dann die Leihe in die Fuggerstadt. „Es war mir wichtig, eine Führungsrolle und Verantwortung auf dem Platz zu übernehmen. Insgesamt läuft es gut für mich. Der Verein ist sehr familiär geführt, die Fans sind super. Das gefällt mir“, sagt Maier.

Der Mittelfeldspieler ist in Ausgburg richtig aufgeblüht. Das sieht man auch an folgender Statistik: Bei Hertha bereitete er in 58 Liga-Spielen nur einen Treffer vor. Für Augsburg traf er in 24 Spielen einmal und war sechsmal der Torassistent. Maier hat den nächsten Entwicklungsschritt geschafft.

Das Tragische daran: Sonnabend muss er Hertha richtig wehtun. „Wir sind im Abstiegskampf und deshalb konzentriere ich mich vollkommen auf das Ziel Klassenerhalt und will der Mannschaft so gut wie möglich helfen“, so Maier. Klare Kampfansage an die Blau-Weißen …

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