Herthas Sportdirektor Arne Friedrich will Flügelflitzer Nemanja Radonjic gar nicht mehr loslassen und die Leihgabe von Olympique Marseille fest verpflichten.  Ottmar Winter/Pool

Hertha BSC bekam durch eine Energieleistung im Endspurt die Kurve. Mächtig Gas gaben auch Routinier Peter Pekarik und Flügelflitzer Nemanja Radonjic. Standen die Zeichen bis vor Kurzem noch auf Trennung, winkt dem Duo nun ein neuer Hertha-Vertrag.

„Aus unserer Sicht ist Nemanja ein Spieler, der alles gezeigt hat. Mit seinem Speed und seinen Eins-gegen-eins-Aktionen zieht er zwei bis drei Gegenspieler auf sich“, lobt Friedrich und verrät: „Wir sind von ihm überzeugt.“

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Pal Dardai löste das Rätsel um Nemanja Radonjic 

Danach sah es wahrlich lange nicht aus. Nach seinem Winter-Wechsel von Olympique Marseille hatte der 25 Jahre alte Serbe immense Startschwierigkeiten. Cheftrainer Pal Dardai löste das Radonjic-Rätsel, päppelte den Flügelstürmer mental und körperlich auf.

Besonders im Corona-Endspurt und im Spiel gegen den SC Freiburg begeisterte Radonjic (1 Tor, 1 Vorlage). Auch Friedrich: „Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann.“

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Der Lohn: Hertha will ihn wohl halten. Friedrich: „Wir werden uns intensiv mit der Kaufoption (12 Millionen Euro) beschäftigen und das mit Fredi Bobic (ab 1. Juni neuer Manager) diskutieren.“

Hoffnung auf einen Verbleib darf sich auch wieder Peter Pekarik machen. Der slowakische Rechtsverteidiger bleibt das blau-weiße Phänomen. Seit 2012 im Klub und damit dienstältester Herthaner, stand er bereits vergangene Saison vor einer Rückkehr in seine Heimat.

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Peter Pekarik (34) gab bis zum letzten Spieltag bei der TSG Hoffenheim alles für Hertha BSC und darf sich womöglich über einen neuen Einjahresvertrag freuen. 

Arne Friedrich will auch Peter Pekarik halten 

Weil er aber unter Bruno Labbadia aufblühte, verlängerte Ex-Manager Michael Preetz vergangenen Sommer den auslaufenden Vertrag bis 2021. Und da Peka unter Dardai einfach weitermachte, steht er nun vor der nächsten außerplanmäßigen Vertragsverlängerung. 

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„Ich habe mich erst vor Kurzem mit ihm zusammengesetzt“, berichtet Friedrich und schwärmt: „Peka ist ein unglaublich wichtiger Spieler für uns. Für das Klima, aber auch auf dem Platz. Man weiß bei ihm, was man bekommt. Es ist wichtig, Spieler zu haben, die immer liefern.“

Und weil Pekarik mit mittlerweile 34 Jahren plötzlich auch noch zum Torjäger mutiert (vier Treffer in 24 Spielen), bleibt er wohl Herthaner. Friedrich: „Es ist nichts entschieden. Aber es gibt eine Tendenz und es sieht gut aus.“