Tschechiens Patrik Schick ließ beim Torjubel gegen Kroatien zusammen mit Herthas Vladimir Darida die Muskel spielen. dpa

Lange Gesichter beim Vizeweltmeister. Kroatien droht nach dem 1:1 (0:1) gegen Tschechien das frühe EM-Aus. Bei den Tschechen und Herthas Vladimir Darida ist dagegen allet Schick.

Ob Bundestrainer Jogi Löw neidisch zugesehen hat? Tschechiens Patrik Schick (25) verkörpert zumindest all das bei der EM, was ein Top-Stürmer bei einem Turnier verkörpern muss: Leverkusens Angreifer lässt sich auch mit mächtig ramponierter und noch blutender Nase (nach Ellbogencheck von Kroatien-Kante Dejan Lovren) nicht unterkriegen und verwandelt mit frischem Blut auf der Oberlippe eiskalt vom Elfmeterpunkt – 1:0 (37.).

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Hat seinen Torriecher trotz blutiger Nase nicht verloren: Tschechiens Patrik Schick traf gegen Kroatien vom Elfmeterpunkt.

Tschechiens Freude über Schicks drittes Tor im zweiten Spiel hält nicht bis zum Schluss, weil Kroatien nach der Pause mit Dampf aus der Kabine kommt und mit einer Bundesliga-Kombination im spärlich besetzten Hampden Park von Glasgow zuschlägt: Hoffenheims Andrej Kramaric führt einen Freistoß schnell aus, bedient auf der liken Seite Ex-Bayern-Star Ivan Perisic, der an den überrumpelten Tschechen vorbei in den Strafraum dribbelt und ins lange Eck trifft (47.).

Herthas Darida und Tschechien freuen sich auf England

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Kroatiens Ex-Bundesliga-Profi Ivan Perisic zieht von rechts nach innen und trifft zum 1:1 gegen Tschechien. 

Weil es für Kroatien trotz einiger Chancen nicht mehr zum Sieg reicht, ist Luka Modric (35) bedient. „Das Spiel hat einen bitteren Nachgeschmack, weil wir nicht gewonnen haben“, erklärt der Real Star. Modric weiter: „Wir waren anfangs wirklich unorganisiert, haben uns aber gesteigert in der zweiten Hälfte. Jetzt müssen wir Schottland schlagen.“

Bei Herthas Darida, Tschechiens Kapitän, ist dagegen mit vier Punkten nach zwei Spielen vor dem Spiel gegen England (Dienstag, 21 Uhr) allet Schick.

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