Alexander Nouri (40) will sich nicht ablenken lassen und hat den Sieg in Düsseldorf im Blick. Foto: Matthias Koch

Hertha muss den Spagat hinkriegen! Durch Jürgen Klinsmanns Generalabrechnung geriet das wichtige Spiel bei Fortuna Düsseldorf (Freitag, 20.30 Uhr) bei der eigentlich dafür vorgesehenen Pressekonferenz komplett in den Hintergrund. „Wir müssen das, was in dieser Woche einmal mehr vom Wesentlichen ablenkt, versuchen in Energie umzumünzen. Wir müssen als Team zusammenrücken, um ein gutes Ergebnis zu erzielen“, forderte  Manager Michael Preetz.

Denn die Ausgangslage ist klar: Sollte Hertha am Rhein verlieren, sind die Blau-Weißen zurück im Abstiegssumpf. Vor allem müssen die Herthaner eine Reaktion auf das Schlaffi-Spiel gegen den 1. FC Köln (0:5) zeigen. Alexander Nouri (40), der von Klinsi als Assistent geholt wurde und nach dessen Rücktritt zum Cheftrainer aufstieg, steht entsprechend mächtig unter Druck.

Alexander Nouri: „Wir wollen das Spiel gewinnen"

„Mein letzter Kontakt zu Jürgen Klinsmann war vor dem Köln-Spiel. Von den Vorkommnissen war ich genauso überrascht, wie alle anderen auch“, erklärte Nouri. Sein Auftrag an seine Profis ist klar: „Wir müssen uns auf das Sportliche fokussieren, gemeinsam als Team auftreten und Geschlossenheit an den Tag legen.“

Vladimir Darida (29) traf im Hinspiel und will auch am Rhein treffen. Foto: Matthias Koch

Leicht wird es nicht. Düsseldorf-Trainer Uwe Rösler kündigt einen richtigen Fight an: „Wir wollen die Hertha unbedingt mit unten reinziehen.“ Das will Nouri, der Klinsis Protokoll nicht im Detail gelesen hat, vermeiden. Er hofft auf eine ähnliche Reaktion seines Team, wie in Paderborn, als Hertha nur vier Tage nach Klinsis Rücktritt 2:1 gewann - und zumindest kämpferisch überzeugte. 

„Wenn ich von meinen Spielern vollen Fokus auf das Spiel verlange, muss ich das auch vorleben“, erklärte er und unterstrich: „Wir wollen das Spiel gewinnen. So gehen wir die Aufgabe ganz klar an und das ist unsere Marschroute!“

Auf die Frage, ob Klinsmann wie vor Paderborn und Köln auch schon vor der Düsselpartie-Spiel angerufen habe, rutschte Nouri heraus: „Hat er jetzt leider... hat er noch nicht.“ Klinsmann habe es mit seinen Anrufen gut gemeint und viel Glück wünschen wollen, „mehr nicht“, so Nouri. Manager Preetz schaute den Coach daraufhin zwar etwas irritiert an und rang sich ein Schmunzeln ab, kommentierte den Versprecher aber nicht.