Matheus Cunha ist Herthas Mann für die besondere Momente. Der Brasilianer traf bereits sechsmal in dieser Saison.  Foto: imago images/König

Gelbsperre abgesessen, einmal durchgeschnauft und jetzt ab in den Weihnachts-Endspurt. Herthas Matheus Cunha (21) ist zurück. Zweimal Vollgas, heute (20.30 Uhr) gegen Mainz und Sonntag in Freiburg. Advent, Advent, der Cunha brennt – auf seinen Einsatz.

„Ich denke, dass für Matheus die kleine Pause gut war. Er hatte das eine oder andere Wehwehchen, auch ein paar Leistenprobleme. Wir haben die Zeit gut genutzt, damit er sich regenerieren kann“, sagt Trainer Bruno Labbadia.

Der offensive Mittelfeldzauberer ist der wichtigste Mann im Team. Sechs Tore in der Bundesliga geschossen, zwei Treffer vorbereitet. Doch das ist nicht das Einzige.

Der Brasilianer steckt mit seinem Feuer die Mitspieler immer wieder an. Auch wenn er manchmal zu viel mit den Kollegen meckert. Er will nicht nur Schönspielen, er verkörpert Willen bei jedem Spielzug.

„Ich hoffe doch, dass er jetzt noch mal Kraft für den Endspurt getankt hat und diese Power, die er ausstrahlt, wieder in unser Spiel reinbringt“, ist Labbadia optimistisch.

Cunha ist gesetzt. Muss dafür Javairo Dilrosun wieder weichen, der Cunha in Gladbach gut vertrat? Keineswegs! „Jeff ist Option für das Spiel gegen Mainz“, erklärt der Coach.

Heißt: Dilrosun stürmt wieder auf dem linken Flügel, Cunha legt zentral in der Offensivabteilung los. Dafür gönnt der Trainer Laufwunder Vladimir Darida eine Pause. Der Tscheche, der etliche Länderspiele in den Knochen hat, soll erst wieder am Sonntag bei seinem Ex-Klub Freiburg ran.

Cunha wieder da, Dilrosun immer besser wie das gesamte Team. Drei Spielen keine Pleite (0:0 in Leverkusen, 3:1 gegen Union, 1:1 in Gladbach). Labbadia: „Wir müssen die Entwicklung in Erfolge ummünzen. Die letzten Wochen haben da geholfen. Jetzt schau ich erst mal nur in diese Woche. Klar wollen wir die optimale Ausbeute.“

Punkte schaffen Selbstvertrauen. Labbadia: „Mit der Überzeugung, die wir uns zuletzt erarbeitet haben, gehen wir ins Spiel.“ Dazu bringt der ausgeruhte Cunha eine Extra-Portion Power. Advent, Advent, der Cunha brennt. Trifft er noch, winkt ihm vorm Fest die vorzeitige Vertragsverlängerung (läuft bis 2024) mit Gehaltsverbesserung.