Beim Strafstoß zum 1:1 in Freiburg zeigte Kapitän Vedad Ibisvic keine Nerven und verwandelte. Trotzdem verlor Hertha 1:2. Foto: dpa

Hertha verliert unglücklich 1:2 beim SC Freiburg. Doch einen blau-weißen Gewinner gibt es doch. Vedad Ibisevic (35) stellt einen neuen persönlichen Rekord auf. Sein Elfer-Tor war der 55. Treffer für Hertha BSC. So oft hat er bei keinem anderen Bundesliga-Klub getroffen.

Der bosnische Torjäger spielt seit fünf Jahren bei den Blau-Weißen, und traf in Freiburg, in seinem 157.Spiel für den Klub, zum 55. Mal. Bei seinem Ex-Klub Hoffenheim (2008 bis 2011) schaffte er 54 Tore. In Stuttgart (2011 bis 2015) nur 47 und bei seiner ersten Bundesliga-Station Alemannia Aachen (06/07) waren es sechs.

"Ich bin etwas traurig!"

Doch so richtig freuen konnte sich der Vedator nicht über seine neue Bestmarke: "Wir haben 1:2 verloren. Ich bin etwas traurig, wir haben eine ordentliche Leistung abgeliefert. Das war unglücklich.“

Doch der Vorzeigekämpfer will die Saison noch nicht abhaken, obwohl Hertha im Niemandsland der Tabelle steht: "Es geht um gar nichts mehr für uns. Aber wir wollen noch das Beste rausholen in den letzten beiden Partien gegen Leverkusen und in Gladbach."

Er denkt dabei ans Team, nicht an sich selbst. Erstaunlich! Denn noch ist die Zukunft des Routiniers unklar. Sein Vertrag läuft in dreizehn Tagen aus. Doch bisher gibt es keine Verlängerung des Kontraktes. Argumente hat er in dieser schwierigen Saison genug geliefert.

"Ach ja, um meinen Vertrag geht es auch!"

Trotz starker Konkurrenz  (erst Davie Selke in der Hinrunde, dann Krzysztof Piatek) ließ er sich nicht unterkriegen. Gerade als es brenzlig für das Team wurde, zahlte er das Vertrauen von Trainer Bruno Labbadia nicht nur mit Toren zurück, sondern mit echten Führungsqualitäten. Ibisevic bleibt da ziemlich gelassen: "Ach ja, um meinen Vertrag geht es auch."