Frankfurts jubelt und Herthas Maxi Mittelstädt liegt am Boden. Foto: Imago Images

Nervös und desaströs! Herthas freier Fall Richtung Zweiter Liga geht weiter. 1:4 (0:1) verlieren die Blau-Weißen im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Nächster Pflichtsieg vergeigt! Hertha steckt auf Relegationsplatz 16 fest. Es geht nichts mehr bei der blau-weißen Truppe. Der Druck auf Trainer Tayfun Korkut wächst…

Die nächste Phase im Drama ist erreicht. Die Profis haben nach der unfassbaren Sieglos-Serie in der Rückrunde die brutale Realität erkannt. Und jetzt setzt vor lauter Angst die Lähmung auf dem Platz ein. Kein Mut für Offensivspiel, Fehlpassorgie und dann auch noch Pech. Leichtes Spiel für die Frankfurter…

Knauff köpft zum 1:0 ein

17. Minute: Filip Kostic kommt frei zum Flanken, Ansgar Knauff überspringt Maxi Mittelstädt und nickt zum 1:0 für Frankfurt ein. Die einzige echte Chance zum Ausgleich wäre ein Elfmeter gewesen. Hertha hätte einen Strafstoß bekommen müssen, weil Evan Ndicka den Südkoreaner Dong-Jun Lee in der 32. Minute klar umschubste. Schiri Osmers sah es nicht und gab nur Ecke für die Blau-Weißen. Krasse Fehlentscheidung!

Arne Friedrich: „Definitiv zu wenig“

Doch der Ausgleich wäre auch schmeichelhaft gewesen. So ging es mit O:1 zur Pause und Sportdirektor Arne Friedrich sprach offen das Desaster an: „Ich habe keinen guten Eindruck. Das ist definitiv zu wenig.“ Zu einem Fehlpass von Marc Kempf sagt er: „Da ist das Selbstvertrauen weg. Das gehört dazu, wenn man unten steht. Aber jetzt brauchen wir keine Angst mehr haben. Wir stehen unten. Wir müssen mehr nach vorne spielen.“

Hält Bobic weiter zu Korkut?

Passierte aber auch nicht in der zweiten Halbzeit. Stattdessen trafen die Hessen munter weiter: Erst Tuta (48.), dann Jesper Lindström (56.) und Rafael Borre (63.). Joker Davie Selke schaffte immerhin noch den Ehrentreffer (61.). Am Ende stand es 1:4, der blau-weiße Scherbenhaufen ist perfekt, so schaffen die Blau-Weißen nicht mal den Relegationsplatz, sondern steigen direkt ab. Friedrich: „Marcel Lotka im Tor war der einzige Lichtblick.“ Ja, wenn der fünfte Torwart als einziger echte Körpersprache zeigt…

Manager Fredi Bobic stärkte vergangenen Sonntag Trainer Korkut noch den Rücken, ob das noch immer nach dieser Heimpleite auch noch so ist, werden die nächsten Tage zeigen. Korkut selbst sagt: „Ja klar, ich bin immer noch überzeugt, nicht nur von meiner Arbeit, sondern vor allem auch von der Mannschaft. Heute war es nicht genug, das wissen wir alle, da brauchen wir nicht drumherum reden. Wir müssen daran arbeiten, dass es wieder genug wird.“

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