Herthas Marvin Plattenhardt ist nach dem Abpfiff den Tränen nahe. Dortmunds Jude Bellingham tröstet ihn.
Herthas Marvin Plattenhardt ist nach dem Abpfiff den Tränen nahe. Dortmunds Jude Bellingham tröstet ihn. Foto: dpa/Inderlied

Es ist passiert! Hertha BSC muss in die Relegation! Die Blau-Weißen verlieren 1:2  (1:0) bei Vizemeister Dortmund, während Konkurrent VfB Stuttgart 2:1 (1:0) gegen Köln gewinnt. Rettungsplatz 15 futsch wegen des schlechteren Torverhältnisses.

Mehr Spannungsborgen ging aber wirklich nicht. Trainer Felix Magath hatte schon vorher von der Relegation orakelt, um wirklich auch die allerletzte Konzentration und Einsatzbereitschaft aus dieser blau-weißen Truppe, die noch vor Wochen ein Trümmerhaufen war, herauszukitzeln. Magaths Kalkül ging auf. Herthas Profis von der ersten Minuten an aggressiver in den Zweikämpfen als der haushohe Favorit vor eigenem Publikum. Allen war klar: Ein Stuttgarter Sieg gegen Köln und eine Pleite in Dortmund wäre die Relegation gewesen.

Belfodil per Elfer zum 1:0

Da war alles noch gut bei Hertha. Ishak Belfodil trifft per Elfer zum 1:0 in Dortmund.
Da war alles noch gut bei Hertha. Ishak Belfodil trifft per Elfer zum 1:0 in Dortmund. Foto: AFP/Fassbender

Und die Schwaben führten dann auch im Fernduell nach zwölf Minuten mit 1:0 gegen Köln. Hätte aber noch gereicht mit einem 0:0. Doch es kam noch besser. Hertha bekam in der 17. Minute mit etwas Glück einen Elfer zugesprochen. Ishak Belfodil wurde vom Dortmunder Dan-Axel Zagadou leicht am Fuß getroffen und rutschte dabei auch noch weg. Nach Videoprüfung blieb Schiri Tobias Stieler dabei und Belfodil verwandelte den Strafstoß eiskalt ins linke untere Eck zum 1:0. Was für eine Überraschung! Die 4000 mitgereisten Hertha-Fans jubelten und waren ab dem Zeitpunkt lauter als die 76.500 BVB-Anhänger.

Doch Herthas Spieler ließen sich danach immer weiter in die eigene Hälfte drücken und es musste weiter gezittert werden. Dann kurz vor der Pause der Schockmoment. Bei einer Parade krachte Torwart Marcel Lotka mit dem Kopf brutal gegen den Pfosten (45.+4), total benommen rappelte er sich wieder hoch. Mit Verdacht auf Nasenbeinbruch machte der Teufelskerl weiter.

Haaland und Moukoko treffen für Dortmund

Der Anfang vom Ende. Dortmunds Moukoko trifft in der 84. Minute zum 2:1.
Der Anfang vom Ende. Dortmunds Moukoko trifft in der 84. Minute zum 2:1. Foto: Imago Images/Team2

Zum Glück! Denn nach der Pause wurde der Druck des BVB immer größer. Und was passierte in der Zwischenzeit in Stuttgart? Kölns Anthony Modeste traf in der 59. Minute zum 1:1. Alles lief für Hertha, doch dann bekam der BVB einen Elfer, weil Marvin Plattenhardt ein Freistoß mit dem Arm ablenkte. Erling Haaland verwandelte zum 1:1 (68.).

Das Zittern ging weiter und dann traf in der 84. Minute auch noch Youssoufa Moukoko zum 2:1. Die Nachspielzeit lief. Und was passierte in Stuttgart? Da traf Mavropanos zum 2:1 (90.+2) für den VfB. Besiegelt! Das Drama ist perfekt. Hertha muss in die Relegation und dort wartet höchstwahrscheinlich der HSV. Auch das hatte Magath prophezeit...

Lesen Sie hier mehr über Hertha BSC >>