Hängende Köpfe, verzweifelte Blicke: Hertha BSC hatte beim 0:5 gegen Wolfsburg nicht den Hauch einer Chance. 
Hängende Köpfe, verzweifelte Blicke: Hertha BSC hatte beim 0:5 gegen Wolfsburg nicht den Hauch einer Chance.  Jan Huebner/imago

Ha Ho He, desolater BSC! Hertha funkt vor dem Derby gegen den 1. FC Union SOS, erleidet nach einer katastrophalen ersten Halbzeit mit 0:5 (0:3) gegen den VfL Wolfsburg mehr als nur Schiffsbruch und rutscht immer tiefer in den Abstiegssumpf. 

Auweia, Hertha! Vier Tage vor dem wichtigen Stadtderby gegen den 1. FC Union beendet Hertha die Hinrunde auf Tabellenplatz 17 und droht, den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren.

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Mattias Svanberg (4.), Maximilian Arnold (31., Handelfmeter), Jonas Wind (34.), Ridle Baku (72.) und Omar Marmoush (86.) brachten Hertha nach dem 1:3 beim VfL Bochum vom vergangenen Samstag die zweite Niederlage im Jahr 2023 bei. Zudem gewann Hertha von den vergangenen sechs Partien nur eine einzige. 

Hertha wollen nur 29.483 Zuschauer sehen 

Leere Blicke auf der Hertha-Bank. Das 0:5 gegen Wolfsburg ist der bisherige Tiefpunkt der Saison. 
Andreas Gora/imago
Leere Blicke auf der Hertha-Bank. Das 0:5 gegen Wolfsburg ist der bisherige Tiefpunkt der Saison. 

„Es braucht sich keiner Sorgen machen, dass wir strahlend dem Abstieg entgegengehen“, hatte Hertha-Manager Fredi Bobic vor dem Spiel gesagt. Und dann kam vor nur 29.483 Zuschauern im Olympiastadion diese erste Hälfte zum Vergessen. 

Bis zum Sonnabend (15.30 Uhr, Sky) muss Trainer Sandro Schwarz die Blau-Weißen schnell aufrichten, sonst droht im Derby gegen den 1. FC Union die nächste Demütigung. Nicht mit dabei sein darf dann Innenverteidiger Agustin Rogel, der gegen Wolfsburg seine fünfte Gelbe Karte sah.

Viel mehr Intensität und Aggressivität hatte Schwarz von seinen Spielern nach der Pleite in Bochum gefordert. Geboten bekam er vom Anpfiff an genau das Gegenteil.

Hertha von den eigenen Fans ausgepfiffen 

Svanberg düpierte mit einem horizontalen Lauf durch den Hertha-Strafraum den ganzen Berliner Defensivverbund und schoss sehenswert zu seinem ersten Bundesliga-Tor ein. Schon in Bochum vermisste Schwarz eine Antwort auf einen frühen Rückstand. Diesmal passierte bei der Hertha in Sachen koordiniertem Spielaufbau: Nichts! Ein Schüsschen von Suat Serdar (24.) war alles. Dodi Lukebakio - zuletzt gesperrt und daher nun allein durch seine Rückkehr ein Hoffnungsträger - dribbelte mit dem Ball wenig später unkontrolliert ins Aus.

Noch schlimmer: Nachdem Rogel sein persönliches Tempolimit nur mit einem rüden Rempler gegen Patrick Wimmer kompensieren konnte, wehrte Lukebakio den folgenden Freistoß in der Mauer recht plump mit dem Ellenbogen ab. Arnold verwandelte den Strafstoß sicher.

„Wir wollen Euch kämpfen sehen“, schallte es von den Rängen. Auf der Haupttribüne blickten Herthas Geschäftsführer Fredi Bobic und der noch angeschlagene Winterzugang Florian Niederlechner ziemlich zerknirscht drein. Wie locker auch am Gefrierpunkt Fußball funktioniert, zeigten die befreiten Wolfsburger. Wind legte flott den dritten Treffer nach. Zur Halbzeit gab es ein gellendes Pfeifkonzert der Hertha-Fans

Herthas funkt vor dem Derby gegen Union SOS 

Für die zweite Halbzeit schwor Kevin-Prince Boateng seine Kollegen vor der Ersatzbank ein. Das zeigte erstmal Wirkung. Zumindest gekämpft wurde jetzt. Hertha spielte nun mutiger, zeigte wenigstens eine gesichtswahrende Leistung und profitierte auch davon, dass die abgeklärten Wolfsburger etwas mehr zuließen.

Durchschlagenden Erfolg hatten die Angriffsbemühungen allerdings nicht. Stattdessen legte Wolfsburg sogar noch zweimal nach.

0:5 gegen Wolfsburg: Hertha funkt vor dem Derby gegen den 1. FC Union SOS!

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