Wetterfühligkeit: Vor allem Wetterumschwünge können Betroffene plagen und für Kopfschmerzen sorgen. Christin Klose/dpa

April, April, der macht, was er will. Mal Regen, mal Sonne, mal Schnee und mal 25 Grad. Das Wetter wechselt derzeit beinah täglich. Manchen Menschen macht das richtig zu schaffen: Sie leiden an Müdigkeit, Kopfschmerzen, haben Kreislaufprobleme. Doch man kann einiges tun, um sich bei Wetterumschwüngen besser zu fühlen. Wichtig ist, den eigenen Körper gut zu kennen – und einen Blick auf das Wetter zu haben. Wie man Wetterfühligkeit dann vorbeugen kann, erklärt eine Expertin.

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Ausdauertraining gegen Wetterfühligkeit

Eine häufige Ursache für Wetterfühligkeit ist ein nicht ausreichend trainiertes Herz-Kreislauf-System, sagt Professorin Angela Schuh, Leiterin des Fachbereichs Medizinische Klimatologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München (LMU) in der Apotheken Umschau. Schuh empfiehlt deshalb leichtes Ausdauertraining, zum Beispiel moderate Wanderungen, Schwimmen, Radfahren, Schlittschuhlaufen oder Spaziergänge.

Ebenfalls hilfreich ist es, das vegetative Nervensystem zu trainieren, weil es dann dem Körper leichterfällt, sich an Temperatursprünge anzupassen. Bewährt haben sich zum Beispiel Wechselduschen oder Anwendungen nach Kneipp. So schreitet man beim Wassertreten im Storchenschritt durch kaltes Wasser und wärmt sich anschließend auf. Einen ähnlichen Effekt haben Saunagänge mit anschließenden kalten Güssen. Wichtig ist dabei allerdings: Erst mit der Ärztin oder dem Arzt absprechen, ob derartige Anwendungen geeignet sind.

Wetterfühlige sollten bei jedem Wetter rausgehen

Wetterfühlige sollten sich zudem überwinden, bei jedem Wetter rauszugehen. Das stärkt das Immunsystem und hilft dem Körper dabei, sich schneller auf Temperaturschwankungen einzustellen. Dabei sollte man sich, empfiehlt Professorin Angela Schuh, nicht zu warm anziehen – sondern so, dass einem angenehm kühl ist. Das trainiert die sogenannte Thermoregulation. Sie sorgt dafür, dass der Körper seine normale Temperatur aufrechterhalten kann – unabhängig von äußeren Faktoren.

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Eine Fahrradtour stärkt das Herz-Kreislauf-System – und kann somit Wetterfühligkeit vorbeugen. Zacharie Scheurer/dpa

Auch die Prognosen zum Biowetter sollten wetterfühlige Menschen im Blick behalten. So kann man sich auf Wetterwechsel einstellen und zum Beispiel Unternehmungen gezielt planen. Bei bestimmten Wetterlagen sollten beispielsweise Patientinnen oder Patienten mit hohem Blutdruck auf körperliche Anstrengungen verzichten.

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Und schließlich können auch ein geregelter Tagesablauf und ausreichend Schlaf gegen Wetterfühligkeit helfen. Auch die Ernährung spielt übrigens eine wichtige Rolle – ideal sind gesunde und nicht zu fettreiche Mahlzeiten, die zu festen Zeiten eingenommen werden. Auch wer jeden Tag zu ähnlichen Zeiten ins Bett geht und aufsteht, bringt Struktur in seinen Alltag.