Kleine Unfälle sind im Alltag schnell passiert. Die Hand verbrannt am heißen Kochtopf – was tun? Wir geben Tipps! IMAGO/agefotostock

Eine leichte Verbrennung oder Verbrühung ist schnell passiert. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht schon – und der heiße Tee ist über das T-Shirt geschüttet oder die Finger am heißen Topf verbrannt. Und dann? Was hilft bei Verbrennungen wirklich gegen den Schmerz und was sollte man auf keinen Fall tun – der KURIER klärt auf.

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Was hilft bei einer leichten Verbrennung besonders schnell?

Bei leichten Verbrennungen sollte man vor allem schnell etwas gegen den Schmerz tun. Entfernen Sie vorsichtig eventuelle Kleidung oder Schmuck von der verbrannten oder verbrühten Hautstelle. „Zur Schmerzlinderung nur kleinflächiger Verbrennungen sofort mit möglichst fließendem (Leitungs-)Wasser kühlen“, rät das DRK. Maximal 10 Minuten lautet hier die Faustformel – wenn dem Betroffenen kalt wird, muss das Kühlen abgebrochen werden. Kleinflächig ist die Verbrennung dann, wenn sie maximal der Größe der Hand des Opfers entspricht. Bei Verbrennungen im Gesicht helfen feuchte Tücher.

Wenn die Haut nur oberflächlich angegriffen ist, lässt sich die Verbrennung behandeln, indem man eine kühlende Brandsalbe aufträgt.

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Leichte Verbrennungen sollte man sofort mit möglichst fließendem (Leitungs-)Wasser kühlen. IMAGO/Panthermedia

Vier Schweregrade der Verbrennung erkennen (* laut Malteser)

  • Verbrennung ersten Grades: Die Haut ist gerötet, angeschwollen und schmerzt. Weil nur die oberste Hautschicht betroffen ist, heilen diese Brandwunden vollständig und ohne Narben ab.
  • Verbrennung zweiten Grades: Die Haut ist stark gerötet, es kommt zu Blasenbildung und starken Schmerzen. Sind nur die oberen Hautschichten betroffen, ist eine vollständige Abheilung garantiert. Geht die Verbrennung tiefer ins Gewebe, ist das an weißem Wundgrund zu erkennen. Die Wunde muss ärztlich versorgt und gegebenenfalls operiert werden, sie hinterlässt Narben.
  • Verbrennung dritten Grades: Drei Hautschichten sind vollständig zerstört. Die Haut hängt in Fetzen, es sind weißliche Gewebeschäden sichtbar. Weil bei Verbrennungen dieser Art auch Nerven zu Schaden kommen, spürt der oder die Betroffene keine Schmerzen. Er muss mit weiteren Komplikationen rechnen und unbedingt behandelt werden.
  • Verbrennungen vierten Grades: Verkohlt die Haut regelrecht, sind alle Hautschichten samt Unterfettgewebe sowie Muskel, Sehnen, Knochen und Gelenke angegriffen. Diese Brandwunden müssen im Krankenhaus versorgt werden und sind in der Regel mit weiteren Komplikationen verbunden.

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Was sollte man bei einer Verbrennung auf keinen Fall tun?

Ist nach einer Verbrennung Kleidung mit der Haut verkrustet, lösen Sie sie auf keinen Fall selbst. Auch das Aufstechen von Brandblasen sollte man unbedingt sein lassen.

Eiswürfel und Kühlpads zur Schmerzlinderung sind ebenfalls ungeeignet. „Sehr niedrige Temperaturen können dem Gewebe zusätzlich schaden und zu lokalen Erfrierungen führen“, erklären die Malteser.

Tipps aus dem Internet, wie etwa einen kalten Teebeutel oder ein in Essig getränktes Tuch auf die Wunde zu legen, ist ebenfalls keine gute Idee. „Keine Hausmittel verwenden“, warnt das DRK. Wer unsicher ist, sucht einen Arzt auf oder wählt den Notruf.

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Wann sollte man bei einer Verbrennung unbedingt zum Arzt gehen?

Handelt es sich um eine schlimmere Verbrennung oder Verbrühung als eine rein oberflächliche, sollte ein Arzt sie anschauen. Schon bei Verbrennungen zweiten Grades ist medizinische Hilfe sinnvoll. Man erkennt behandlungsbedürftige Verbrennungswunden an weißem Wundgrund. Außerdem sollte man eventuell verkrustete Kleidung auf keinen Fall selbst entfernen, um nicht zusätzlich der Haut zu schaden.

Je nach schwere des Unfalls sollte bei Verbrennungen umgehend unter 112 der Notruf alarmiert werden. Dann ist Kühlen auch keine gute Idee. Besser: Die verletzte Person warmhalten, zum Beispiel mit der silber-goldenen Rettungsdecke aus dem Erste-Hilfe-Kasten.