Ein Mann sitzt an einem Tisch mit leeren Flachen Schnaps, Bier, Sekt und Wein. Aber welcher Alkohol macht eigentlich schneller betrunken und welcher wie dick?
Ein Mann sitzt an einem Tisch mit leeren Flachen Schnaps, Bier, Sekt und Wein. Aber welcher Alkohol macht eigentlich schneller betrunken und welcher wie dick? imago stock&people

Ein Gläschen Wein pro Abend schadet doch nicht? Bier ist bei Weitem weniger schädlich als Schnaps? Was der Volksmund uns gern suggeriert, nehmen wir jetzt mal genauer unter die Lupe. Wie viel Alkohol ist eigentlich schädlich, und was macht schneller betrunken – Schnaps, Wein oder Bier?

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Wie viel Alkohol gilt als unbedenklich?

Der Irrglaube, dass ein Glas Rotwein am Abend gut fürs Herz sei, ist längst wissenschaftlich widerlegt. Die gute Nachricht ist aber: Wenn es bei einem kleinen Glas Wein (0,125 Liter für Frauen, 0,25 Liter für Männer) bleibt und das nur gelegentlich getrunken wird, muss man sich um seine Gesundheit keine Sorgen machen. Gleiches gilt auch für ein Bier (0,3 Liter für Frauen, 0,6 Liter für Männer).

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Aber Achtung: Beim allabendlichen Gläschen Rotwein droht trotz kleiner Menge die Suchtfalle. Fachleute sind sich einig: Wenigstens an zwei Tagen in der Woche sollte man gänzlich auf Alkohol verzichten – um der Leber die Chance zu geben, zu entgiften, aber auch, um nicht abhängig zu werden.

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Sind alkoholabhängige Menschen immer betrunken?

Nein! Nicht jeder Mensch mit einem Alkoholproblem betrinkt sich. Manche trinken täglich moderate Mengen, schaffen es aber nicht, einen Tag ohne Alkohol auszukommen. Sie brauchen eine bestimmte Menge Alkohol im Blut, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Dies wird auch als Spiegel- oder Pegeltrinken bezeichnet.

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Schnaps wird oft als „harter Alkohol“ bezeichnet – aber macht er wirklich schneller betrunken?

Manche Menschen gehen davon aus, dass Getränke mit geringerem Alkoholgehalt weniger schädlich sind. Dies spiegelt sich auch im Sprachgebrauch wider, wenn Spirituosen als „harter Alkohol“ bezeichnet werden. Fachleute sind sich aber einig: Entscheidend ist die Gesamtmenge des konsumierten Alkohols – und nicht, in welcher Form man ihn zu sich nimmt.

Die vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) herausgegebene Internetseite gesundheitsinformation.de formuliert es treffend: „Ob man 300 Milliliter Bier trinkt, 125 Milliliter Wein oder 40 Milliliter Whisky, spielt keine Rolle – in allen drei Getränken ist die gleiche Menge Reinalkohol enthalten.“

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Prost! Am Wochenende darf es auch mal ein großes Bier im Stadion sein. Wer allerdings täglich trinkt, tut sich in keinem Fall was Gutes. Denn Alkohol macht dick und abhängig.
Prost! Am Wochenende darf es auch mal ein großes Bier im Stadion sein. Wer allerdings täglich trinkt, tut sich in keinem Fall was Gutes. Denn Alkohol macht dick und abhängig. dpa/Friso Gentsch

Und was macht schneller dick – Wein, Schnaps oder Bier?

Alkoholkonsum macht uns nicht nur betrunken, sondern auch dick. Denn Alkohol hat in der Regel viele Kalorien. Purer Alkohol enthält stolze 710 Kalorien pro 100 Milliliter – nur reines Fett hat eine ähnlich hohe Energiedichte.

Ein halber Liter Bier schlägt je nach Sorte mit 200 bis 300 kcal zu Buche. Die gleiche Menge Rotwein enthält mit 425 Kilokalorien mehr als das Doppelte an Energie als Bier.

Zwei große Pils (0,4 Liter) in der Kneipe ersetzen da schnell mal eine halbe Mahlzeit. Zwei Gläser Rotwein (0,2 Liter) reichen ebenfalls aus, um die Kalorien für eine halbe Mahlzeit abzudecken. Richtig heftig schlägt Schnaps zu Buche: Eine handelsübliche Flasche Vodka (0,7 Liter) beinhaltet fast 1500 Kalorien.

Die schlimmsten alkoholischen Dickmacher sind allerdings Cocktails. Hier kommt es aber auch auf die Mischung an, wie viel Zucker und Alkohol drinstecken. Beispiel: Ein cremiger Pina Colada voller Sahne und Zucker hat sogar fünfmal mehr Kalorien als die gleiche Menge Bier.