Das war’s, endlich Nichtraucher! Der Entzug ist hart, aber der Körper fängt gleich nach der letzten Zigarette an, sich zu regenerieren. Imago/stock&People

Für starke Raucher ist es extrem schwer, vom Laster zu lassen. Klar, man weiß, dass jede einzelne Zigarette dem Körper schadet, dass die Gesundheit darunter leidet oder sehr wahrscheinlich darunter leiden wird. Dass man ein höheres Risiko hat, an Krebs zu erkranken.

Doch von der Nikotin-Sucht loszukommen, ist eben nicht so einfach. Dabei dankt es einem der Körper quasi umgehend, wenn man das Rauchen sein lässt. Die Regeneration läuft bereits nach der letzten Zigarette an, Kreislauf und Organe erholen sich. Manches passiert nach Stunden, andere Risiken bauen sich nach Monaten und auch Jahren ab. Hier die Regenerations-Liste, die vielleicht auch eine Motivation sein kann, dem Glimmstängel endgültig Adieu zu sagen.

Nach der letzten Zigarette: So erholt sich der Körper!

Das passiert, wenn man mit dem Rauchen aufhört:

Nach 20 Minuten sinken Blutdruck und Herzschlagfrequenz (Puls) auf die gleichen Werte wie bei einem Nichtraucher. Die Durchblutung verbessert sich.

Nach 8 Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Gehalt im Blut auf Normalwert, die Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt.

Nach 24 Stunden sinkt deutlich das Risiko, an einem plötzlichen Herztod zu sterben.

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Nach 2 Tagen fangen die Nervenbahnen an, sich zu erholen. Geruchs- und Geschmackssinn funktionieren besser.

Nach 3 Tagen wird die Atmung deutlich freier.

Nach 2 Wochen fängt der Kreislauf an, sich zu stabilisieren und auch die Lungenfunktion verbessert sich.

Nach 1 bis 9 Monaten verschwinden nach und nach Kurzatmigkeit und Hustenanfälle, auch die chronische Reizung der Nasennebenhöhlen geht weg. Die Lunge räumt auf, die verschleimten Atemwege werden frei.

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Nach 1 Jahr ist das Risiko einer Erkrankung der Herzkranzgefäße nur noch halb so hoch wie bei einem Raucher.

Nach 2 bis 5 Jahren ist das Herzinfarkt-Risiko deutlich gesunken, es ist so hoch (oder so niedrig) wie bei einem Nichtraucher. Auch das Schlaganfallrisiko kann nach 2 bis 5 Jahren auf das eines Nichtrauchers fallen.

Nach 5 Jahren hat sich das Risiko, an Mund-, Rachen- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken um die Hälfte verringert. Das Risiko für Gebärmutterhalskrebs fällt auf das einer Nichtraucherin.

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Nach 10 Jahren ist das Risiko an Lungenkrebs zu sterben etwa halb so hoch wie das einer Person, die noch raucht.

Wer mit dem Rauchen aufhört und sich mit den Entzugserscheinungen quält, kann sich anhand dieser Liste vielleicht motivieren. Und sich immer wieder bewusst machen, wie der Körper sich gerade von den Nikotin-Folgen befreit, sich reinigt und nach und nach fit wird.

Aber Achtung! Nur weniger zu rauchen, anstatt die Kippen ganz wegzulassen, bringt nicht viel.