Neben Fieber und Schmerzen berichten Patienten auch von nächtlichen Schweißausbrüchen. imago

Die Omikron-Variante des Corona-Virus breitet sich rasend schnell aus. Die Hoffnung ist, dass die Verläufe meist mild oder sogar symptomlos verlaufen. Im London hat der rasante Anstieg von Covid-Infektionen mit der Omikron-Variante erneut zu einem Anstieg der Krankenhauseinweisungen geführt. Wie diese sogenannte fünfte Welle weiter verläuft, ist noch unklar. Gewarnt wird jedoch auch bei weniger dramatischen Verläufen vor massiven Personalausfällen, wovon die sogenannte kritische Infrastruktur betroffen wäre: Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen.

Noch ist es in Deutschland nicht so weit, in Deutschland wurden bislang einige hundert Omikron-Verdachtsfälle gemeldet. Dabei wurden überwiegend keine oder nur milde Symptome festgestellt. Bei den Symptomen fällt auf, dass eine Besonderheit der bisherigen Corona-Varianten überhaupt nicht auftaucht: Der teilweise Verlust des Geschmackssinns. Covid-Erkrankte konnten tage- oder wochenlang nicht herausschmecken, ob ein Gericht feurig gewürzt oder fade ist.

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Die meisten Erkrankten klagen über Husten, mehr als die Hälfte mit Fieber

Die häufigsten von Patienten gemeldeten Symptome ähneln einem grippalen Infekt: Schnupfen (58 Prozent), Husten (50 Prozent) und Halsschmerzen (44 Prozent). Die gute Nachricht: Nur eine von 237 Patientinnen und Patienten kam laut Robert Koch-Institut (RKI)  ins Krankenhaus. Keiner sei gestorben. 199 waren übrigens vollständig geimpft, von diesen hatten wiederum bereits 23 ihre Booster-Impfung erhalten. 21 Patienten waren ungeimpft.

Eine Untersuchung von norwegischen Forschenden bestätigt, wie infektiös die Variante ist: Die Wissenschaftler befragten 111 Menschen, die sich bei einer Weihnachtsfeier in Oslo infizierten. 96 Prozent waren vollständig geimpft, niemand geboostert. Bei 66 der Studienteilnehmenden wurde eine Ansteckung mit Omikron nachgewiesen, bei weiteren 15 gilt sie als wahrscheinlich, wie der Sender N-tv zusammenfasst. Am häufigsten hatten die Erkrankten Husten (83 Prozent), eine laufende/verstopfte Nase (78 Prozent), Müdigkeit/Abgeschlagenheit (74 Prozent), Halsschmerzen (72 Prozent), Kopfschmerzen (68 Prozent) und Fieber (54 Prozent). Keiner musste hospitalisiert werden.

Heftigste Schweißausbrüche in der Nacht

Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, twitterte, dass Omikron wohl einen deutlichen Vorteil bei der Vermehrung in den oberen Atemwegen habe, aber einen Nachteil bei der Infektion in der Lunge. Die beschriebenen Symptome zumindest würden zu dieser Erkenntnis passen.

Ein Arzt aus Südafrika, wo die Omikron-Variante erstmals nachgewiesen wurde, berichtete der Nachrichtenagentur AP, dass bei Menschen, die sich mit der Mutante ansteckten, neben Fieber und Schmerzen im Körper auch nächtliche Schweißausbrüche beobachtet worden seien. Auch der britische Arzt Amir Khan berichtete davon und erklärte, dass es sich so um heftige Schweißausbrüche in der Nacht handele, dass man sich umziehen müsse, heißt es auf t-online.de.