Meersalz ist ein tolles Körperpeeling.  Foto: IMAGO / Panthermedia

Meersalz lässt sich wunderbar als Körperpeeling verwenden - es löst alte Hautschuppen und regt beim Einreiben die Durchblutung an. Manche verwenden Meersalz, gemischt mit Wasser, auch als Hausmittel gegen Pickel im Gesicht. Doch ist es dafür geeignet?

„Als Peeling für den Körper ist Meersalz - oder eine Mischung aus Wasser und Meersalz - durchaus spannend, aber für das Gesicht und noch dazu für empfindliche Haut bin ich davon nicht überzeugt“, erklärt die Dermatologin Marion Moers-Carpi aus München.

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Wohltuendes Peeling für seidenweiche Haut

Man braucht: 1 Zitrone, 500 g Totes Meersalz, 150 g Mandelöl (Olivenöl geht auch)

So geht es:
Zitrone grob kleinschneiden, in einen Standmixer geben und zerkleinern. Meersalz und Öl dazugeben und noch einmal gut durchmixen. In kleine Schraubgläser verteilen. Fertig. Durch das Salz ist das Peeling lang haltbar. Bewahrt man es allerdings nicht im Kühlschrank auf, verfärbt es sich etwas dunkler. Das tut dem Duscherlebnis aber keinen Abbruch: Einfach unter der Dusche mit dem herrlichen Peeling einreiben, abspülen und die seidenweiche Haut genießen.

Salz in kleinen Wunden

Das Salz mit Wasser gemischt kann ziemlich brennen, wenn man es auf die Haut oder gar einen Pickel schmiert. Und Meersalz ist auch nicht für jede Haut eignet: „Wenn ich jetzt natürlich eine etwas grobporige, fettreiche Haut habe, wo vereinzelt mal ein Pickel sprießt, ist so ein Meersalz-Peeling oder eine Meersalzlösung sicherlich nicht schlecht“, so Moers-Carpi, Mitglied im Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Habe man jedoch empfindliche oder trockene Haut, sei das nicht die ideale Kombination.

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Alles hat seine Zeit

Grundsätzlich gibt Moers-Carpi bei alten Hausmitteln zu bedenken: „Sie haben durchaus ihre Berechtigung - im Rahmen ihrer Zeit.“ Doch Patienten mit Hautproblemen sollten nicht mit alten Hausmitteln herumdoktern, sondern sich in professionelle Hände begeben. „Mittlerweile gibt es in der Medizin viel innovativere Lösungsansätze und zielgerichtete Therapien - die nicht unbedingt chemischer Natur sein müssen“, so die Dermatologin.

Bei der Pflege der Haut ist es wichtig zu wissen, was für ein Hauttyp bin ich? Wie ist meine Hautkonsistenz überhaupt und wie viele Pickel habe ich? „Wenn ich nur vereinzelte Pickel habe, kann ich mir auch mal vom Hautarzt einen antibiotische Stift organisieren.“ Damit könne man über die Stelle rollen und die Entzündung gehe ziemlich schnell zurück - insbesondere, wenn man das frühzeitig entdeckt.