Schnarchen belastet Beziehungen, doch es können sogar lebensbedrohliche Atemaussetzer entstehen. imago/Monkey Business

Über Schnarchen wird erstaunlich wenig gesprochen, belastbare Zahlen, wie viele Schnarcher in Deutschlands Betten sägen, sind kaum zu finden. Aus anderen Ländern wird berichtet, dass 60 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen schnarchen. Rund ein Drittel der Männer gehören demnach zu den lauten Schnarchern. Bei Frauen waren es 21 Prozent.

Dabei geht es nicht nur um die Lautstärke, die Partner oftmals um den Schlaf bringt. Hinter dem Schnarchen kann eine lebensbedrohliche Atemstörung stecken: Es geht um die sogenannte Schlafapnoe. Dabei sind die Atemwege verengt oder verstopft. Die Folge: sehr lautes Schnarchen und teils lebensbedrohliche Atemaussetzer.

Müdigkeit am Tag, Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt

Betroffene wachen in der Nacht häufiger kurz auf. Das kann sich auf die Leistungsfähigkeit am Tag auswirken. Und es gibt Langzeitfolgen: So steigt etwa das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte.

Wie Betroffene wissen, sind herkömmliche Mittel gegen das Schnarchen wie beispielsweise Nasenpflaster oftmals nicht so erfolgreich wie erhofft. Gegen die lebensbedrohlichen Auswirkungen setzen Experten dagegen auf Prävention: Sich bewegen statt lange auf der Couch zu sitzen, dadurch lässt sich nächtlichen Atemaussetzern beim Schlafen vorbeugen. Mit mehr körperlicher Aktivität im Alltag kann man das Risiko einer Schlafapnoe reduzieren, wie die Deutsche Lungenstiftung mit Blick auf eine neue Studie aus den USA erklärt. 

Behandlungsansätze bei Schlafapnoe sind unter anderem das Tragen von Mund-Nasen-Masken (CPAP-Therapie) oder Unterkieferschienen beim Schlafen. Auch operative Eingriffe können eine Option sein. (www.lungenaerzte-im-netz.de)