Ein Therapeut hilft einer älteren Frau. (Symbolbild) Foto: imago images / Panthermedia

Der Ton macht die Musik. Das gilt auch dann, wenn Pflegebedürftige oder ihre Angehörigen Kritik am Pflegedienst üben wollen. Die Zeitschrift «Pflege und Familie» (Ausgabe 1/2020) rät daher, in solchen Fällen möglichst sachlich und konstruktiv zu bleiben.

Ideal ist, die Kritik mit einer Würdigung der ansonsten guten Arbeit zu verbinden. Das erleichtert erstens die für alle Seiten unangenehmen Gespräche - und erhöht auch die Chance, dass die Kritik auf offene Ohren stößt.

Zwei Punkte seien dabei besonders wichtig, so Gesprächstherapeutin Sandra Mantz in der Zeitschrift: Erstens sollte die Kritik immer wertschätzend formuliert sein. Es muss also klar sein, dass es bei einem Nein oder einem Verbesserungsvorschlag immer um die Sache, die Dienstleistung geht - und nicht um den Menschen, der sie ausübt.

Und zweitens sollte aus der Kritik immer ein Dialog entstehen, so die Expertin. Das bedeutet, Missstände nicht nur einfach anzusprechen und sich dann zurückzuziehen, sondern stattdessen Lösungsvorschläge zu machen - oder das Gegenüber wenigstens um seine Meinung zu bitten.