Wer zu Wassereinlagerungen neigt, sollte seinen Körper regelmäßig entwässern. IMAGO/Eckhard Stengel

Beim Blick in den Spiegel fühlen Sie sich unwohl? Sie sind aufgequollen und die Waage zeigt drei Kilo mehr als sonst an? Dann haben Sie vielleicht zu wenig getrunken. Klingt verrückt, ist aber einer der möglichen Gründe für Wassereinlagerungen. Versuchen Sie doch mal, Ihren Körper zu entwässern. Warum das in vieler Hinsicht guttut und wie es geht, verraten wir Ihnen hier.

Warum brauchen wir Wasser in unserem Körper?

Trinken ist wichtig. Nicht ohne Grund sind rund zwei Liter Wasser am Tag die empfohlene Trinkmenge. Wasser hat im Körper einige Aufgaben, es leitet zum Beispiel die verschiedensten Stoffe als Transportmittel im Körper an die richtigen Stellen und sorgt dafür, dass sich der Körper bei Anstrengung oder hohen Temperaturen nicht überhitzt.

Wasser kräftigt das Gewebe und wirkt Cellulite entgegen. Es vertreibt Kopfschmerzen sowie Müdigkeit und stabilisiert den Kreislauf. Außerdem kurbelt Wasser die Verdauung an, sodass Gift- und Schlackenstoffe schneller ausgeschwemmt werden. Es hält durch die Anregung der Speichelfunktion, die Zähne gesund.

Lesen Sie auch: Bier, Wein oder Schnaps: Was macht schneller betrunken – und was macht wie dick? Dazu: Cocktails-Ideen mit wenig Kalorien >>

Woher weiß ich, dass ich zu viel Wasser im Körper habe?

Manche Menschen merken Wassereinlagerungen sofort. Dann fühlen sie sich irgendwie besonders aufgequollen und unwohl in ihrer Haut.  Geschwollene Arme, Beine und auch Schwellungen im Gesicht sind dann keine Seltenheit.

Zur Selbstdiagnose eignet sich der Fingertest. Wenn Sie mit einem Finger auf den geschwollenen Bereich drücken und eine sichtbare Delle bestehen bleibt, die sich nur langsam zurückbildet, handelt es sich recht sicher um ein Ödem. Spätestens jetzt ist es Zeit, den Köper zu entwässern.

Warum ist es gut, den Körper zu entwässern?

Um Wassereinlagerungen aber wirklich zu beseitigen, muss der Körper entwässert werden. Entwässern heißt, der Entzug von krankhaft vermehrtem Wasser im Körper. Es hilft dabei, dass kein Wasserstau oder Ödeme entstehen können und die Organe richtig funktionieren. Außerdem werden die gesunden Nieren beim Trinken angeregt und arbeiten intensiver. Deshalb ist das Entwässern auch eine bewährte Therapie bei Nieren-, Herz- und Kreislauferkrankungen.

Lesen Sie auch: Bloß nicht im Bad! Auch der Kühlschrank ist nicht geeignet! Arzneimittel: Wo Sie am besten Ihre Medikamente lagern >>

Wer Ödeme zum Beispiel an den Beinen feststellt, sollte seinen Körper entwässern. IMAGO/Panthermedia

Welche Nahrungsmittel helfen dabei, den Körper zu entwässern?

Es klingt paradox, doch durch das Wasser, das Sie trinken, können die Einlagerungen im Gewebe aufgelöst werden. Der Körper hat nicht das Gefühl, er dehydriert, und scheidet Wasser schneller wieder aus.

Es gibt auch weitere Lebensmittel, die dabei helfen, den Körper zu entwässern. So eignen sich besonders Gurken, Melonen, Ananas, Erdbeeren und Spargel zum Entwässern. Aber auch Artischocken, Zwiebeln, Knoblauch, Möhren, Avocados, Kartoffeln und sogar Reis haben eine entwässernde Wirkung.

Auch Tees können helfen: Bestimmte Arten getrockneter Birkenblätter, Brennnessel- oder Ingwertee regen die Harnmengen-Ausscheidung an. In Form von Tees wird ihr Saft zur Entwässerung und inneren Reinigung getrunken.

Lesen Sie auch: Herzkrankheiten, Übergewicht, Energiehaushalt: Achtung, DARUM sollten Sie nach 10 Uhr nicht mehr frühstücken! >>

Was kann man sonst tun, um den Körper zu entwässern?

Auch Bewegung hilft, den Körper zu entwässern. Denn oft sind langes Stehen oder Sitzen die Ursache für Wassereinlagerungen. Deshalb kann schon ein kleiner, aber regelmäßiger Spaziergang an der frischen Luft helfen, dass der Körper nicht so viel Wasser einlagert.

Ganz wichtig: Reduzieren Sie den Salzgehalt Ihrer Speisen. Da Salz Wasser im Körper bindet, ist es oft ein Grund für die Wassereinlagerungen. Kleiner Tipp: Je mehr (frische) Kräuter Sie beim Kochen verwenden, desto weniger werden Sie Salz in den Gerichten vermissen.

Bestimmte Birkenblätter besitzen eine harntreibende Wirkung. Sie werden als Tee als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Entwässerung des Körpers eingesetzt. IMAGO/H. Tschanz-Hofmann

Gibt es Medikamente, um den Körper zu entwässern?

In Notfallsituationen, wie beispielsweise bei einem Lungenödem, einer akuten Entgiftung oder bei hochgradiger Herzschwäche, helfen bestimmte Medikamente, den Köper zu entwässern. Über deren Einsatz entscheidet aber in jedem Fall der Arzt.

Pflanzliche Arzneimittel zur Entwässerung des Körpers wirken sanfter und steigern den Harnfluss auf ungefähr das Doppelte des Ausgangwertes. Ihr Vorteil: Es gehen beim Entwässern nicht so viele Mineralien verloren, die der Körper dringend braucht.

Warum ist Alkohol beim Versuch, den Körper zu entwässern, Gift?

Alkohol gehört zu den Zellgiften genau wie sehr zuckerhaltige Speisen. Zellgifte bremsen den Stoffwechsel, weil der Körper mit anderen Dingen beschäftigt ist und keine Zeit für das Ausschwemmen von Wassereinlagerungen hat.

Lesen Sie auch: Alkohol ist für Säuglinge tödlich – auch wenn Papa ihn trinkt >>