Wer viel schwitzt, riecht oft auch unangenehm. Sagen Sie dem Gestank den Kampf an. IMAGO/Panthermedia

Schlechte, abgestandene, stickige Luft erfüllt jeden Raum, den Sie betreten? Viele Menschen können Sie nicht riechen? Das muss nicht sein. Sagen Sie dem Mief den Kampf an. Wir verraten, was wirklich gegen stinkigen Schweiß hilft, und erklären auch, wann man zum Arzt gehen sollte.

Warum riechen wir nach Schweiß?

Wussten Sie, dass frischer Schweiß – etwa wenn wir Sport treiben – gar nicht riecht? Aber warum stinken wir dann, wenn wir schwitzen, oft so unangenehm? „Erst die Verarbeitung durch unsere Hautbakterien führt bei Männern zu Geruchseindrücken wie Moschus, Sandelholzaroma, Käse oder Urin und bei Frauen wie Sauerrahm, Zwiebeln, Hering oder Blumen (so die Wissenschaft)“, erklärt Ärztin Yael Adler im Focus.

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Viele verschiedene Faktoren beeinflussen die Bakterien auf der Haut – und damit auch den Fakt, wie wir „duften“. Absonderungen verschiedener Geschlechtshormone spielen eine Rolle, das Klima, die Beschaffenheit unserer Haut (schwitzig, fettig, trocken). Aber auch das Alter verändert die Aktivität unserer Talgdrüsen. Gesundheitszustand, Herkunft und Ernährung bringen sich ebenfalls in die Zusammenstellung unseres Hormoncocktails ein, der bestimmt, wie wir riechen.

Was kann man gegen das schwitzige Stinken tun?

Übertriebene Körperhygiene wird in den meisten Fällen gar nicht viel bringen. Wir gehen mal davon aus, dass Sie sich eh regelmäßig waschen. Was helfen kann, ist das Tragen von Naturmaterialien (die natürlich auch nicht drei Tage am Stück am Leib hängen sollten). Außerdem eigenen sich saure Waschsubstanzen wie etwa Essigwasser.

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Apfelessig zieht die Schweißdrüsen zusammen und hilft, die Schweißbildung zu reduzieren. Außerdem bekämpft er die Bakterien, die für die Geruchsbildung verantwortlich sind. Reiben Sie also abends stark schwitzende Körperteile mit Apfelessig ein, lassen Sie ihn über Nacht einwirken und waschen Sie ihn morgens wieder ab.

Auch Salbeitee kann kleine Wunder wirken. Nehmen Sie drei Gramm Blätter auf 150 Milliliter kochendes Wasser und lassen Sie den Aufguss zehn Minuten zugedeckt ziehen, bevor Sie ihn abseihen. Bei Nachtschweiß sollten Sie diesen Tee kalt trinken.

Ungeschlagen in Sachen Wirksamkeit ist eine Paste aus Backpulver oder Natron gegen stinkigen Schweiß. Backpulver neutralisiert Gerüche und tötet die Bakterien auf der Haut. Mischen Sie dazu eine Packung Backpulver mit etwas Wasser zu einer dicken Paste und tragen Sie sie auf die Hautstellen auf, die besonders stark schwitzen. Lassen Sie die Paste 15 Minuten einwirken und spülen Sie sie ab.

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Gegen stinkigen Schweiß kann man mehr machen als Deo nutzen. IMAGO/Panthermedia

Wann sollte man wegen starkem Schwitzen zum Arzt gehen?

Wer das Gefühl hat, ständig mehr zu schwitzen als die Leute in seiner Umgebung oder durch seinen unbeeinflussbar strengen Körpergeruch allmählich zum Außenseiter zu werden, sollte den Arzt aufsuchen, rät Ärztin Yael Adler. Dann werden in der Regel verschiedene Tests gemacht, um zu einer möglichen Diagnose zu kommen.

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Mediziner schauen auf die Schilddrüsen. Auch psychische Beschwerden, Überreaktionen des vegetativen Nervensystems, Infektionen, Herz-, Nierenerkrankungen und Tumore können hinter übermäßigem Schwitzen stecken. Ein Arzt berät gegebenenfalls über mögliche Therapien.