Viele Menschen sind im Frühling müde. Doch dagegen kann man etwas unternehmen. Imago/YAY Images

Der Frühling ist da und mit seiner Ankunft werden die Tage länger, wärmer und einfach schöner. Doch so sehr wir ihn auch genießen wollen, manchmal fehlt uns dafür schlicht die Kraft. Der Grund: die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit, ein Zustand verringerter Leistungsfähigkeit und Mattigkeit, an der viele Menschen leiden.

Die gute Nachricht: Es handelt sich hierbei nicht um eine Krankheit, sondern lediglich um eine Anpassungsstörung unseres Körpers, die in einem Jahr auftreten kann und im nächsten schon wieder nicht.

So entsteht Frühjahrsmüdigkeit

Verursacht wird sie in den meisten Fällen dadurch, dass der Körper sich nicht schnell genug an die veränderten Temperaturen und Lichtverhältnisse (wärmer und heller) im Frühling anpassen kann. Die Temperaturänderung sorgt für geweitete Blutgefäße und einen abfallenden Blutdruck.

Das Licht wirkt sich hingegen auf den Hormonhaushalt aus. Während im Winter das Schlafhormon Melatonin sehr aktiv im Körper ist, wird im Frühling durch mehr Licht mehr von dem Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Die Wechselwirkung beider Botenstoffe sorgt für Müdigkeit.

Und auch Ernährung und Sonne spielen eine Rolle! Denn im Winter wird oft weniger Obst und Gemüse gegessen. Die Nährstoffspeicher sind zum Ende des Winters also ziemlich leer – auch die für Vitamin D. Das wird vor allem durch Vitamin-D-Synthese in der Haut durch direkte Sonneneinstrahlung gewonnen. Doch im Winter scheint die Sonne oft nicht, und wenn, bedecken wir unseren Körper meist wegen er Kälte mit Klamotten.

Doch es gibt vier einfache Tricks, mit denen man den Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit gewinnen kann. Probieren Sie es aus!

1. Gehen Sie in die Sonne

Sonne ist das beste Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit – und sie ist sogar kostenlos. Die Sonne lädt Ihren Körper mit Vitamin D auf und bildet das Glückshormon Serotonin. Wenn das ausreichend im Körper vorhanden ist, sind Sie voller Energie. Wichtig ist, dass Sie versuchen, Ihren Tagesablauf nach den hellen Stunden auszurichten.

Das heißt im Frühling: Gehen Sie rechtzeitig schlafen und stehen Sie früh auf, um möglichst viel Sonne abzubekommen. Denn in der Winterzeit ist der Sonnenhöchststand um 12 Uhr, zur Sommerzeit um 13 Uhr.

2. Regen Sie Ihren Kreislauf an

Wichtig ist, dass Sie Ihren Kreislauf in Schwung bekommen. Dafür gibt es vor allem zwei Wege. Der erste lautet: Bewegen Sie sich, machen Sie Sport oder gehen Sie einfach spazieren. Aktivitäten im Freien sorgen gleichzeitig für ordentlich Sonne.

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In der Sonne Sport zu machen, hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Imago/YAY Images

Der zweite Weg ist hingegen nichts für schwache Nerven oder Frostbeulen. Denn Wechselduschen aus abwechselnd heißem und kaltem Wasser sind gut für den Kreislauf, weil sie die Kapillargefäße trainieren. Wichtig ist dabei: Beenden Sie die Wechselduschen immer mit kaltem Wasser.

3. Passen Sie Ihre Ernährung an

Ihre Nährstoffspeicher werden nach dem langen Winter mit wenig Obst und Gemüse leer sein, also müssen Sie diese wieder auffüllen. Wenn Sie mit frischen Zutaten, reichlich Gemüse und nahrhaften Sättigungsbeilagen kochen, sind Sie bald wieder auf dem Damm.

Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse kann fit machen. Imago/UIG

4. Gönnen Sie sich Pausen

Wenn Ihnen Ihr Körper das Signal gibt, dass er nicht mehr kann, ist da vielleicht etwas dran. Das heißt: Gönnen Sie sich nach einem Tag in der Sonne auch immer wieder Pausen auf dem heimischen Sofa.

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Übrigens: Sollte die Antriebslosigkeit über einen langen Zeitraum anhalten und nicht weggehen, sollten Sie lieber einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um dem Problem auf den Grund zu gehen.