Yogalehrerin Mady Morrison will RückenPatienten helfen. Wer kein Gymnastikmatte hat, legt einfach eine dicke Decke unter – und dann ab in die stärkende Übung „Hüftbeuger-Stretch“. Foto: YouTube

Berlin - Ihre sanfte, klare Stimme beruhigt Millionen, deren Rückenschmerzen zaubert sie mit Yoga-Übungen einfach weg: Die Corona-Krise macht Mady Morrison (30), die in Zehlendorf lebt, plötzlich zum Internet-Star.

Eine komplette Nation, ach, eigentlich die ganze Welt ist durch das lebensgefährliche Virus derzeit an das eigene Zuhause gefesselt. „Die Menschen haben weniger Bewegung, arbeiten im Homeoffice an schlecht geeigneten Stühlen und Tischen. So bekommen sie körperliche Probleme“, sagt die Yoga-Lehrerin, die in den vergangenen   Wochen vermehrt auf dieses Phänomen stieß.

Clickzahlen durch Corona teilweise verdoppelt

Auf ihrem persönlichen YouTube-Kanal „Mady Morrison“ finden sich immer mehr Zuschauer zu unkomplizierten, aber wirkungsvollen Dreh- und Dehn-Übungen ein. „Durch Corona habe ich extrem hohe Klickzahlen, sie haben sich teilweise verdoppelt“, sagt sie.

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Seit fünf Jahren ist sie auf Youtube unterwegs, rund 140 Videos hat sie bereits veröffentlicht. 1,9 Millionen sahen das dreißigminütige Video „Bauch, Beine, Po, Rücken“, 3,4 Millionen die 22- Minuten-Anleitung „Übungen gegen Verspannungen und Rückenschmerzen“.

Video: YouTube

Mady Morrison empfindet die Krise für sich   als belastend. „Ich ängstige mich, aber dann bin ich doch zuversichtlich, dass wir auch das bewältigen werden. Am Ende wachsen wir vielleicht sogar mehr als Kollektiv zusammen.“

Zuschauer unterstützen, sich selbst Gutes zu tun

Bei ihren Videos ist ihr Freund der Kameramann. Im Hintergrund dabei ist oft die gelassen auf dem Sofa schlummernde Labradorhündin Leha. In schlichter Trainingskleidung, zeigt Mady Morrison fröhlich überall mögliche Übungen.

„Gerade habe ich ,Selfcare’ eingestellt, besonders meine neuen Fans klagen über Rückenschmerzen.“ In drei Tagen hatte das Video über 163.000 Aufrufe. Damit möchte sie Zuschauer unterstützen, sich selbst Gutes zu tun. „Beim Yoga können Menschen Kraft schöpfen. Es macht mich glücklich, in der schwierigen Situation auf meine Art helfen zu können.“