Seinen Impfausweis muss man dann auch bei Reisen oder zum Restaurant-Besuch nicht mehr mitnehmen, ein digitaler Impf-Nachweis, den man sich ab Montag in Apotheken ausstellen lassen kann, reicht dann.
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Dieses kleine gelbe Büchlein – es ist derzeit so etwas wie ein Freifahrtschein für alle, die bereits vollständig gegen das Corona-Virus geimpft sind. Doch den Impfpass immer dabei zu haben, ist mitunter lästig, die Angst, ihn zu verlieren oder zu beschädigen (weil etwa das Wasser im Rucksack ausläuft oder ähnliches) schwingt immer mit. Jetzt kommt die Lösung: Seit dem heutigen Montag stellen Apotheken einen digitalen Impf-Nachweis aus. Wo Sie den bekommen und was sie sonst noch wissen müssen – der KURIER erklärt's.

Wozu brauche ich einen digitalen Impfnachweis?

Statt den gelben Impfpass der Weltgesundheitsorganisation WHO ständig bei sich tragen zu müssen, können Geimpfte ihre Immunisierung mit dem digitalen Impfnachweis per Handy vorzeigen und so gegebenenfalls Freiheiten bei Reisen, Sport, Gastronomie oder Kultur genießen. Derzeit sind in Deutschland bereits mehr als 17 Millionen Menschen – ein Fünftel der Bevölkerung – vollständig geimpft und können den digitalen Impfnachweis nachfragen.

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Soeren Stache/dpa
Während eines Pressetermins im Impfzentrum Babelsberg in der Metropolishalle wird der Digitale Impfpass gezeigt. 

Wo bekomme ich den digitalen Impfnachweis?

Viele deutsche Apotheken werden ab Montag, 14. Juni, einen digitalen Impfnachweis für vollständig gegen das Corona-Virus geimpfte Bürgerinnen und Bürger ausstellen können. Auf dem Portal www.mein-apothekenmanager.de, auf dem sich schon jetzt Schnelltest-Apotheken finden lassen, können Verbraucherinnen und Verbraucher dann bundesweit Apotheken in ihrer Nähe finden, die digitale Impfnachweise kostenlos ausstellen.

„Wir wollten so schnell wie möglich ein Werkzeug entwickeln, mit dem Apotheken sicher und rechtsverbindlich einen Impfnachweis digitalisieren können. Über das wohnortnahe Apothekennetz bringen wir den Impfnachweis am besten zu den Menschen“, sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes. „In den ersten Tagen wird die Zahl der Apotheken, die das Angebot machen, wahrscheinlich noch begrenzt sein. Wir gehen aber davon aus, dass die Zahl der Apotheken sehr schnell im vierstelligen Bereich liegt.“

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Wie funktioniert der digitale Impfnachweis?

Der digitale Impfnachweis wird in der Apotheke generiert. Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode erstellt, den man mit dem Smartphone direkt abscannen oder auf einem Papierausdruck mitbekommen und später einscannen kann. Der digitale Impf-Nachweis wird dann über eine App, die kostenfrei zum Download bereitgestellt wird, – z.B. über die CovPass App oder die Corona-Warn-App (CWA) – auf dem Smartphone gesteuert. Die App speichert die Impfbescheinigung lokal auf dem Smartphone. Das Impfzertifikat enthält nur Informationen zum Impfstatus, den Namen des Geimpften und das Geburtsdatum.