Damit die Selbstmessung aber auch etwas bringt, muss das Blutdruck-Messgerät genaue Werte liefern. IMAGO / Jochen Tack

Bluthochdruck tut nicht weh, kann aber – unbehandelt – lebensgefährlich werden. Den Blutdruck selbst regelmäßig zu kontrollieren, ist deshalb eine gute Idee. Wird die sogenannte Hypertonie rechtzeitig erkannt, ist sie gut behandelbar. Damit die Selbstmessung aber auch etwas bringt, müssen die Geräte genaue Werte liefern. Und man sollte wissen, wie man es richtig macht und was die angezeigten Werte überhaupt bedeuten. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums Blutdruckmessen im Überblick.

Welche Blutdruck-Messgeräte sind empfehlenswert?

Nicht alle Blutdruckmessgeräte, die man im Handel kaufen oder im Internet bestellen kann, sind zu empfehlen. Und teuer ist nicht immer besser – schon ab knapp 25 Euro gibt es brauchbare Geräte. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in einer Untersuchung. Von 17 geprüften Geräten sind sieben gut, darunter sechs für den Oberarm. Sie sind insgesamt genauer als die Produkte fürs Handgelenk und deshalb auch empfehlenswerter.

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Wann und wie messe ich richtig Blutdruck?

Gönnen Sie sich vor jeder Messung fünf Minuten Ruhe und vermeiden Sie körperliche Aktivitäten. Am besten messen Sie, während Sie gerade auf einem Stuhl sitzen und sich an die Stuhllehne anlehnen. Beim Messen sollten Sie sich nicht bewegen, reden oder durch Musik oder Nachrichten abgelenkt sein. Eine Messung während des Champions-League-Finales oder direkt im Anschluss an Ihr tägliches Fitness-Programm wird kaum brauchbare Werte erzielen. Auch wichtig: Die Manschette muss passen und sollte sich auf Herzhöhe befinden. Darauf sollte vor allem bei Handgelenksgeräten geachtet werden. Die Manschette der Oberarmgeräte liegt in der Regel bereits automatisch auf Herzhöhe.

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Was bedeuten die Werte, die das Blutdruck-Messgerät anzeigt?

Bei der Blutdruckmessung werden immer zwei Werte gemessen. Der obere (systolische) Wert entspricht dem Blutdruck beim Auswurf des Blutes aus der sich zusammenziehenden linken Herzkammer. Danach erschlafft der Herzmuskel und der Druck fällt auf den unteren (diastolischen) Wert ab, bis die linke Herzkammer sich wieder mit Blut füllt und der Herzmuskel sich wieder zusammenzieht. Beide Werte sind wichtig für die Deutung des Blutdruckes. Wenn die Messwerte einmal zu hoch sind, ist das nicht schlimm. Tipp: Messwerte notieren, vergleichen und bei wiederholt hohem Blutdruck den Hausarzt aufsuchen.

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Der Blutdruck wird traditionell mit zwei Werten gemessen - dem systolischen oben und dem diastolischen unten.  Robert Günther/dpa

Welche Blutdruckwerte sind in Ordnung?

Die Diagnose „Hypertonie“, also Bluthochdruck, wird gestellt, wenn die Messungen wiederholt bei 140/90 mmHg oder darüber liegen, erklärt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Allerdings ist das allenfalls ein Richtwert. Für die Bewertung der gemessenen Blutdruckwerte spielen auch Faktoren wie Alter und körperliche Aktivität eine wichtige Rolle. So wird für unter 65-Jährige ein systolischer Blutdruck von maximal 129 mmHg („Millimeter Quecksilbersäule“) empfohlen. Wer älter ist, hat meist auch höheren Blutdruck – ein systolischer Wert bis 139 mmHg gilt als normal. Der diastolischen Blutdruck sollte immer unter 80 mmHg liegen.

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Was passiert, wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist?

Konstanter Bluthochdruck kann die Adern und Gefäßwände schädigen. Das erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen. Unbehandelt kann Bluthochdruck unter anderem zu Erblindung, Herzrhythmusstörungen und Herzversagen führen. Die gute Nachricht ist aber: Bluthochdruck ist gut behandelbar. Je früher er erkannt wird, desto besser.

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Wie kann man erhöhtem Blutdruck vorbeugen?

Mit einigen einfachen Mitteln kann man erhöhtem Blutdruck vorbeugen. Dazu zählen die Verringerung des Salzkonsums, ausgewogene Ernährung, Vermeidung schädlichen Alkoholkonsums, regelmäßige körperliche Betätigung, ein gesundes Körpergewicht, Rauchverzicht.

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