Eine Frau steht unter der Dusche. Imago/Westend61

Wir wurden alle so sozialisiert: Die tägliche Dusche ist nicht nur das perfekte Ritual für den Start in den Tag und ein echter Wachmacher, sie gilt längst auch als hygienischer Gradmesser in vielen Ländern Mitteleuropas. Schließlich gibt es hier vermeintlich Wasser im Überfluss und man hat es durch Eltern, Freunde, Filme und Werbung eben so gelernt.

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Doch in jüngster Zeit macht sich ein neuer Trend breit: das Non-Bathing. Und obwohl es auf Deutsch Nicht-Baden bedeutet, bedeutet das nicht, dass alle, die sich dem Trend verschreiben, sich überhaupt nicht mehr waschen, sondern lediglich die Rate etwas nach unten fahren. Die Gründe sind vielfältig. Auf der einen Seite wird Wasser gespart, auf der anderen aber auch die eigenen Haut geschont!

Übermäßiges Duschen schadet der Haut

Denn es gibt inzwischen mehrere wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass übermäßiges Duschen die Haut schädigen kann. Zu oft unter der Dusche zu stehen soll nämlich unter anderem das Hautmikrobiom - die Gesamtheit der Bakterien auf der Haut - beschädigen, vor allem wenn viel Duschgel verwendet wird, dessen pH-Wert so gar nicht zur Haut passt. Diese Bakterien sind in der Regel nichts schlechtes, sie helfen dem Körper sogar. Sie hindern gesundheitsschädliche Bakterien daran, in die Haut einzudringen.

Wer also zu oft duscht, bringt die Bakterien in ein Ungleichgewicht und vermindert so seinen Hautschutz. Außerdem wäscht man beim Duschen immer ein bisschen der körpereigenen Öle vom Körper. Doch die sind wichtig, damit die Haut nicht austrocknet. Und ist die Haut erst einmal trocken, kann das zu Juckreiz führen und anfälliger für Infektionen machen.

Tägliches Duschen ist nicht für jeden notwendig

Dabei ist tägliches Duschen in der Regel gar nicht notwendig, wie zahlreiche Dermatologen immer wieder bestätigen. Bis zu einem gewissen Grad ist die Haut nämlich durchaus in der Lage, sich selbst zu reinigen. Dennoch: Ganz ohne Duschen geht es nicht. Verschiedene Experten sprechen sich allerdings dafür aus, dass es durchaus ausreicht, sich ein bis dreimal die Woche zu duschen.

Duschen können schön sein, täglich sind sie aber nicht nötig. Imago/Westend61

Besonders für Menschen mit sensibler, trockener Haut oder auch chronischen Hautkrankheiten wie Schuppenflechte ist das durchaus ratsam. Machbar ist es vor allem dann, wenn diese Menschen sich ohnehin mehrheitlich drinnen aufhalten und nicht viel bewegen. Für zwischendurch reicht es dann, die Achselhöhlen und den Intimbereich mit der Hand zu waschen.

Wer schmutzig wird oder viel schwitzt, muss duschen

Denn es gilt auch: Wer ganz offensichtlich schmutzig wird, oder aus den verschiedensten Gründen stark schwitzt, wird um eine tägliche Dusche wohl nicht drumherum kommen. Sie sollten beachten, dass es nicht unbedingt notwendig ist, den ganzen Körper mit Duschgel einzuseifen. Wasser tut es auch. Wenn es großflächig Duschgel sein soll, sollte man beim Kauf darauf achten, irritierende Inhaltsstoffe wie Sulfate, Parabene oder ähnliches zu meiden.

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Übrigens, Trend hin, Trend her: Gar nicht Waschen ist auch keine Option. Bleiben Dreck und abgestorbene Hautpartikel nämlich zu lange auf der Haut, kann auch das dem Körper schaden.