FFP2-Maskenpflicht gilt auf Österreichs Skipisten - und jetzt auch in Bayern in Bussen und Bahnen.  Foto: imago images/Eibner Europa

Jetzt ist es also beschlossen! Mal wieder zieht Deutschland nach, was Bayern schon vor einiger Zeit beschlossen hat. Wegen der nach wie vor hohen Infektionszahlen und hochansteckender Virusmutationen gilt nun im Nahverkehr und Einzelhandel die Pflicht, medizinische Masken zu tragen. Dazu zählen neben OP-Masken, wie man sie etwas vom Zahnarzt oder aus dem Krankenhaus kennt, auch FFP2-Masken oder die ähnlich sicheren Masken der Klassen N95 und KN95. 

Was aber macht die FFP2-Variante eigentlich besser als die normalen Alltagsmasken? 

Hochwertigere Atemschutzmasken beispielsweise der Klassen FFP2, N95 oder KN95 sind nach Angaben der Gesellschaft für Aerosolforschung sowohl für den Selbst- als auch den Fremdschutz effizient, sofern sie kein Ausatemventil haben. Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen hielten kleinere Partikel nicht so gut ab und seien daher für den Selbstschutz nicht so gut geeignet.

Masken mit Ausatemventil wiederum dienen der Gesellschaft zufolge nur dem Selbstschutz „und widersprechen daher dem Solidaritätskonzept, dass Mitmenschen durch kollektives Maskentragen geschützt werden“. Heißt: Wer Ventilmasken trägt, denkt nur an sich selbst, nicht an die anderen. 

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Grafik:  Sciencia58/CC0/Wikimedia Commons

Mund-Nase-Masken filtern einen Teil der Partikel und Viren aus der Luft heraus. Dadurch sinkt deren Konzentration und damit das Infektionsrisiko. Ausgeatmete Aerosolpartikel sind nach Angaben der Gesellschaft für Aerosolforschung durch anhaftende Feuchtigkeit relativ groß, auch einfache Masken können sie daher recht effizient zurückhalten.

In der Raumluft schrumpfen die Partikel aber - und können darum beim Einatmen durch einfache Masken hindurch gelangen. FFP2-Masken sind dichter und filtern so mehr und auch kleinere Partikel. In der Folge bieten sie mehr Schutz für den Träger.

Woran erkenne ich FFP2-Masken?

FFP-Masken sind in Europa nach der EN 149 geprüft und zugelassen.

Auf der Maske befindet sich ein Hinweis auf diese Norm zusammen mit der Schutzstufe (FFP1, FFP2 oder FFP3) und dem CE-Zeichen, hinter dem sich eine 4-stellige Nummer befindet.

Eine FFP2-Maske mit dem CE-Zeichen.  Foto: Sven Hoppe/dpa

In den vergangenen Monaten wurden viele Atemschutzmasken mit falschen oder fragwürdigen Kennzeichnungen in Umlauf gebracht. Häufig sind auf den vermeintlichen FFP2 Masken keine CE-Kennzeichnungen, nicht zugelassene Prüfstellen verwendet oder irreführende Aufdrucke benutzt worden. Diese nicht zugelassenen FFP2 Masken wurden zum Beispiel über Onlineplattformen und leider auch vereinzelt in Apotheken verkauft.

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Ist die FFP2-Maske echt?

Darauf können Sie achten: 

Zu einer vollständigen Kennzeichnung gehört zwingend der Aufdruck der vierstelligen Ziffer der prüfenden Stelle im Zusammenhang mit dem „CE“ Zeichen. Anhand dieser Ziffer kann z.B. über die „Nando“-Datenbank der Europäischen Kommission geprüft werden, ob die benannte Stelle überhaupt persönliche Schutzausrüstung (PSA) überprüfen darf. Diese Stellen sind über ganz Europa verteilt. Dem Hersteller steht es frei zu wählen, mit welcher Stelle er zusammenarbeitet.

Eine Liste mit gültigen und ungültigen Prüfziffern finden Sie zum auch Beispiel hier. 

Quelle: Nando Database/European Commission (ohne Gewähr)

Achtung bei diesen Prüfziffern! 

Die folgenden benannten Stellen sind keine zugelassenen Prüfstellen zur Zertifizierung von Atemschutzmasken gemäß EU Richtlinie 2016/425. Die folgenden Prüfstellen wurden häufig zur Herstellung von gefälschten, nicht zertifizierten FFP Masken verwendet.

Quelle: Nando Database/European Commission (ohne Gewähr)