Überall in Frankreich werden die Corona-Regeln verschärft.  Foto: Gao Jing/Xinhua/dpa 

Frankreich verzeichnet einen neuen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen. Innerhalb eines Tages kamen 13.215 Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte - die höchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie. Nach Marseille und Bordeaux haben auch Paris, Nizza und Toulouse ihre Corona-Maßnahmen verschärft.

Die Gesundheitsbehörden riefen die Menschen in Paris dazu auf, auf private Zusammenkünfte von mehr als zehn Menschen, also auf Feiern und Treffen mit Familie und Freunden, zu verzichten. Auch im öffentlichen Raum sollen Feste und Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern vermieden oder vorher bei den Behörden angemeldet werden.

Die Pariser Universität Sciences Po schloss unterdessen für zwei Wochen ihren Campus, nachdem dutzende Studenten positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Nur eine Woche nach Semesterbeginn steigt die Uni  ab Montag wieder auf Online-Lehrveranstaltungen um. 

Frankreich ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Seit einigen Wochen steigen die Infektionszahlen wieder stark an. Erstmals seit Ende der strikten Ausgangssperre im Mai nimmt auch die Zahl der Todesfälle wieder zu. e Behörden meldeten am Freitagabend 123 neue Corona-Todesfälle in 24 Stunden.

Damit starben an einem Tag fast so viele Menschen wie in der gesamten Vorwoche (129). Insgesamt sind in Frankreich seit März mehr als 31.240 Corona-Infizierte gestorben.