Lungenkrebs tötet jedes vierte männliche und jedes siebente weibliche Tumoropfer in Deutschland.
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Die EU will in Corona-Zeiten den Krebs nicht vergessen. So soll die Raucherquote in der EU binnen 20 Jahren auf weniger als fünf Prozent sinken. Bislang rauchen im Schnitt noch 25 Prozent der rund 450 Millionen Bürger. Das ist ein Ziel eines EU-Plans gegen die oft tödliche Volkskrankheit. Zudem sollen Früherkennungsprogramme und spezialisierte Krebszentren ausgebaut werden. Aus dem EU-Haushalt sollen vier Milliarden Euro in die Initiative fließen.

2020 wurde nach offiziellen Angaben bei 2,7 Millionen Menschen in der EU Krebs entdeckt. 1,3 Millionen Menschen starben an den verschiedenen Tumoren. Die Überlebenschance ist in den 27 EU-Staaten unterschiedlich und in den östlichen Staaten oft geringer.

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Deshalb will die Kommission in allen EU-Staaten bis 2025 sicherstellen, dass mindestens 90 Prozent der Risikogruppen für Brust-, Gebärmutterhals- und Darmkrebs Früherkennungstests angeboten werden. Bis 2030 sollen 90 Prozent der betroffenen Patienten Zugang zu nationalen Krebszentren haben.

Zur Vorbeugung sollen Impfungen gegen bestimmte Krebsarten stark ausgeweitet werden. Bei Mädchen, für die es eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs gibt, soll bis 2030 eine Impfquote von 90 Prozent erreicht sein.