Der sogenannte Ct-Wert wird bei Corona-Tests ermittelt. Foto: imago images

Einer Umfrage von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung zufolge erhalten viele Gesundheitsämter von Laboren keine Information darüber, wie ansteckend eine positiv auf das neuartige Coronavirus getestete Person ist. Von fast 140 befragtem Ämtern gaben rund 70 Prozent an, selten bis nie den sogenannten Ct-Wert mitgeteilt zu bekommen. Dieser gibt Auskunft über die Virusmenge, die infizierte Personen in sich tragen.

Der Ct-Wert allein sei allerdings nur bedingt aussagekräftig, zudem gebe es Unterschiede bei der Handhabung je nach Bundesland. Der Recherche nach könnte es sein, dass je nachdem ein Mensch in Quarantäne geschickt werde, der nicht mehr ansteckend sei. Jeder Falle müsse aber gesondert betrachtet werden.

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Die drei Medien zitieren den Vizepräsidenten der Gesellschaft für Virologie, Ulf Dittmer, mit den Worten, man könne bei der Frage, wie ansteckend ein Infizierter sei, nicht allein auf den Ct-Wert vertrauen. Wenn ein hoher Wert vorliege, könne das auch an einem ungenauen Abstrich liegen oder daran, dass jemand erst am Beginn einer Infektion stehe. Zudem würden sich die PCR-Tests je nach Hersteller unterscheiden, sodass die Werte auch leicht voneinander abweichen könnten. Hier könne ein zweiter Test helfen, so Dittmer.