Ein toter Tropenfisch liegt zwischen Trümmern vor dem Radisson Blu Hotel in Berlin. Zuvor war das Riesenaquarium AquaDom geplatzt. 
Ein toter Tropenfisch liegt zwischen Trümmern vor dem Radisson Blu Hotel in Berlin. Zuvor war das Riesenaquarium AquaDom geplatzt.  AFP/John MacDougall

Nach dem Platzen des imposanten Großaquariums im Berliner Hotel Radisson fragen sich viele  Tierfreunde, was eigentlich aus den Fischen wurde? Schließlich beherbergte die Berliner Attraktion AquaDom in ihrem Wasser etwa 1500 tropische Fische vieler Arten. 

So traurig es ist - von den vielen bunten Fischen überlebten nach dem Platzen des Zylinders nur sehr wenige.  Hotelgäste hatten berichtet, dass im durchnässten Erdgeschoss zwischen den Resten des Beckens überall tote Fische lagen. Viele wurden auch auf die Karl-Liebknecht-Straße vor dem Hotel gespült und verendeten dort.

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Feuerwehr konnte einige Fische retten

Aber die Berliner Feuerwehr konnte nach eigenen Angaben noch einige Dutzend Fische in der unteren Konstruktion des zerborstenen Gefäßes lebend auffinden. Sie seien von Spezialkräften geborgen worden, sagte Feuerwehrsprecher James Klein in der RBB-"Abendschau". „Ich denke, an der Zahl waren das etwa drei Bottiche“, so Klein. Etwa 10 Fische in jedem Eimer. Es handele sich um Süß- und Salzwasserfische. Die Tiere würden nun getrennt untergebracht.

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Die Salzwasserfische kommen demnach in die benachbarte Unterwasserwelt Sea Life mit weiteren Aquarien. Die Süßwasserfische sollen am Sonnabend in Aquarien des Berliner Zoos gebracht werden. „Um sie heute nicht dem Stress auszusetzen“, erklärte der Sprecher.

Darüber hinaus seien im Untergeschoss des Hotelgebäudes, in dem sich das Großaquarium in Form eines riesigen Glaszylinders befand, alle Fische gerettet worden. Es handele sich um zwölf Aquarien mit Salzwasserfischen. Diese seien ins Sea Life gebracht worden, so Klein.

Die Umweltstadträtin von Berlin-Mitte, Almut Neumann hatte im RBB berichtet, im Keller des Hotelgebäudes stünden mehrere Aquarien mit etwa 400 bis 500 kleineren Fischen. Sie hatte deren Situation als kritisch beschrieben, weil die Gefäße nicht mit Strom versorgt seien.

Die Unterwasserwelt Sea Life mit weiteren Aquarien befindet sich etwas entfernt im selben Gebäudekomplex. Der sogenannte AquaDom war ein Aquarium mit 1500 Fischen und einem Fahrstuhl in der Mitte. Er stand innerhalb des Lichthofs des Hotels, das zu dem Komplex gehört.

THW rettet die letzten Koikarpfen aus Trümmern

Laut Technischem Hilfswerk (THW) dürften die Pumparbeiten bis in die Nacht dauern. Fachberater Friedrich Engel sprach von einem Trümmerfeld im Inneren des Gebäudes. Laut Engel waren die Helfer am frühen Abend dabei, die Tiefgarage leer zu pumpen, parallel sind quasi die letzten Koikarpfen unter den Trümmern gerettet worden.