Unternehmen, die im zweiten Lockdown schließen müssen, sollen bis zu 75 Prozent des Vorjahresumsatzes ausgezahlt bekommen. Foto:
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Es tritt viele Unternehmen wie ein Brett vor dem Kopf: Ab Montag wird Deutschland wieder heruntergefahren. Wie sollen kleine Unternehmen jetzt überleben? Ein zweiter Lockdown binnen eines Jahres bringt viele an den Rande einer Insolvenz. Dabei verspricht die Politik, Unternehmen sollen bis zu 75 Prozent ihrer Einbußen als Ausgleich erhalten, wenn sie aufgrund der Corona-Maßnahmen ab Montag für die nächsten vier Wochen schließen müssen. Wo und wie man diese Überbrückungshilfe beantragen kann, erklären Experten der Arag im KURIER.

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Wer hat Anspruch?

Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den temporären Schließungen im November betroffen sind, können nach Auskunft der Experten die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes in Anspruch nehmen.

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Wie hoch ist die Überbrückungshilfe?

Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern werden bis zu 75 Prozent der Umsatzeinbußen ersetzt, größeren Unternehmen bis zu 70 Prozent. Als Grundlage für die Berechnung dienen dabei die Umsätze aus November 2019.

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Wo kann sie beantragt werden?

Überbrückungshilfe beantragen kann laut der Experten immer nur ein Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Dieser so genannten „prüfende Dritte“ kann sich auf einer Antragsplattform des Bundes registrieren und dort den Antrag online stellen.

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Wer zahlt die Überbrückungshilfe aus?

Der Online-Antrag wird über eine digitale Schnittstelle an die Bewilligungsstellen der Länder übermittelt. So wird der Antrag in dem Bundesland gestellt, in dem das Unternehmen ertragssteuerlich registriert ist. Wo das Unternehmen seinen Sitz hat, ist dabei unerheblich. Auch die Auszahlung der Überbrückungshilfe erfolgt über die Bewilligungsstellen im jeweiligen Bundesland.