Ein Finanzpolster lässt sich oft auch nebenbei aufbauen. Man muss aber dranbleiben.  dpa/Zacharie Scheurer

Sie könnten fast 27 Euro am Tag mehr im Portemonnaie haben. Das macht fast 10.000 Euro im Jahr. Wie klingt das für Sie? Was Sie dafür tun müssen? Nicht viel! Nur ein paar Gewohnheiten umstellen. Eine Studie der Plattform für Geldanlage „WeltSparen“ zeigt, dass die Deutschen jährlich rund 596 Milliarden Euro für vermeidbare Dinge aus dem Fenster werfen. Wir haben einen Überblick für Sie, an welchen Stellen auch Sie sparen können.

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Fitnessstudio: Viele Deutsche werden dank guter Vorsätze zum Jahresbeginn Mitglied im Fitnessstudio und zahlen dafür monatlich durchschnittlich 42,10 Euro. Spätestens ab Februar bleibt das Abo dann meist ungenutzt und kostet über das Jahr 505,20 Euro.

Rauchen: Die wohl unnötigste Gewohnheit ist das Rauchen. Bei einer halben Schachtel kostet das ungesunde Laster Raucherinnen und Raucher im Schnitt 3,14 Euro am Tag oder 1314 Euro im Jahr.

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Mehr als 1000 Euro jährlich für unnötige Getränke

Lebensmittelverschwendung: Statistisch gesehen landen in Deutschland pro Person innerhalb eines Jahres Lebensmittel im Wert von 235 Euro in der Tonne.

Mittagessen mit Kollegen: Im Schnitt zahlt Deutschland 15,77 Euro für eine Mittagsmahlzeit, wie der Business-Lunch-Index zeigt. Bei 249 Arbeitstagen im Jahr summieren sich die Spesen auf 3926,73 Euro.

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Coffee to go: Der tägliche Kaffee am Kiosk für rund zwei Euro belastet das Budget mit 498 Euro pro Jahr.

Trinkwasser: Die Liebe zu Tafel- und Mineralwasser kommt den Deutschen teuer zu stehen. Im Schnitt werden jährlich pro Kopf Wasserflaschen im Wert von 547,50 Euro nach Hause geschleppt. Nur 2,19 Euro im Jahr würde die gleiche Menge Leitungswasser kosten – ganze 545,31 Euro könnte sich im Mittel also jede und jeder sparen.

Steuererklärung: Wer keine Steuererklärung abgibt, spart vielleicht Zeit und Nerven, aber verpasst unter Umständen dafür eine satte Rückerstattung zu viel gezahlter Steuern. Die durchschnittliche Steuererstattung liegt derzeit bei 1051 Euro.

Schlecht für die Umwelt und schlecht für die Haushaltskasse – der Coffee to go jeden Morgen am Kiosk. dpa

Girokonto: Im Schnitt zahlen Girokontobesitzer in Deutschland 78,46 Euro Kontoführungsgebühren im Jahr, wie aus einer Recherche der Finanzplattform Biallo hervorgeht. Dabei geht das viel günstiger, in manchen Fällen sogar kostenlos.

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Zum Sparen im Alltag genau hinschauen

Strom und Gas: Kundentreue bei Strom und Gas lohnt sich in der Regel nicht – gerade bei steigenden Preisen bei den Grundversorgern. Wer den Tarif trotzdem nicht wechselt, verschwendet im Schnitt 90 Euro für Strom und 240 Euro für Gas pro Jahr.

Streaming-Dienste: Ein weiterer Kostenpunkt sind die Ausgaben für verschiedene Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime, Spotify und Co., die immerhin 195,23 Euro pro Jahr ausmachen.

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Am Ende verschwendet jeder und jede also fast 10.000 Euro im Jahr. Insgesamt vergeuden die Deutschen rund 600 Milliarden. „Wer hätte nicht tagtäglich fast 27 Euro mehr im Portemonnaie? Das Sparpotenzial im Alltag ist immens“, mahnt Finanzexperte Dr. Tamaz Georgadze, Mitgründer von der Anlageprodukte-Plattform Raisin DS. „Mit ein paar Kniffen lassen sich schnell Tausende von Euros im Jahr sparen. Es lohnt sich im Alltag genau hinzuschauen und das eigene Verhalten sowie die damit verbundenen Ausgaben zu hinterfragen. Selbst kleine Veränderungen können dazu führen, am Ende des Jahres viel mehr Geld zur Verfügung zu haben.“