Wer zur richtigen Zeit am Zapfhahn andockt, spart Geld beim Tanken. Foto: dpa

Ein Auto ist teuer. Die monatliche Versicherung, vielleicht noch eine Rate vom Kredit. Dazu Spritkosten und Ausgaben in der Werkstatt. Da läppert sich einiges zusammen. Klar, am meisten spart, wer keinen eigenen Pkw hat oder diesen zumindest nicht so oft nutzt. Aber nicht für jeden sind Fahrgemeinschaften eine praktikable Lösung – schon gar nicht in Zeiten der Corona-Pandemie. Wer schlau plant und einige Tipps beachtet, kann trotzdem rund ums Auto eine Menge Geld sparen.

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Auto-Spar-Tipp 1: Fahrweise optimieren

Das A und O beim Spritsparen ist eine optimierte Fahrweise. Klar, man sollte das Auto nur für Strecken benutzen, auf denen es sich lohnt. Der Supermarkt um die Ecke muss wegen eines vergessen Stückes Butter nicht mit dem Auto angefahren werden. Auch das Warmlaufenlassen des Motors ist seit den 1980er-Jahren nicht mehr nötig und verbraucht unnötig Sprit.

Nächster Tipp: Schalten Sie rechtzeitig hoch. Schon eine Wagenlänge im ersten Gang reicht zum Anfahren. Danach gilt: Spätestens bei 2000 Umdrehungen/Minute sollte der nächste Gang eingelegt werden. Als Faustregel kann man sich im Stadtverkehr merken: bei 30 km/h im dritten Gang, bei 40 km/h im vierten Gang, bei 50 km/h im fünften Gang fahren. Wer es dann noch schafft, durch vorausschauendes Fahren im fließenden Verkehr mitzuschwimmen, ohne abrupt abzubremsen und zu schnell anzufahren, spart noch mehr Sprit.

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Auto-Spar-Tipp 2: Der richtige Reifendruck

Wann haben Sie zum letzten Mal den Reifendruck bei Ihrem Auto kontrolliert? Es wird mal wieder Zeit. Etwa einmal im Monat, empfehlen Experten, oder bei jedem zweiten Tankstopp – und das nicht nur aus Gründen der Sicherheit. Mit dem richtigen Reifendruck lässt sich bares Geld sparen. Etwa einen halben Liter mehr auf 100 Kilometern verfährt man mit zu niedrigem Reifendruck. Das kann sich mit der Zeit und vor allem für Vielfahrer ordentlich summieren. Wer 1000 km im Monat unterwegs ist, zahlt mitunter sieben Euro mehr für Sprit – jährlich macht das mehr als 80 Euro aus.

Auto-Spar-Tipp 3: Luftfilter sauber halten

Wussten Sie, dass sie mit einem verschmutzten Luftfilter bis zu 7 Prozent mehr Sprit verbrauchen? Durch den verschmutzten Luftfilter strömt weniger Verbrennungsluft in den Motor. Um die gleiche Leistung zu erbringen, regelt die Motor-Elektronik moderner Fahrzeuge mit Direkteinspritzung nach und erhöht die eingespritzte Kraftstoffmenge. Was hilft? Den Luftfilter reinigen. Und das kann man problemlos allein erledigen. Meist sind nur ein paar Clips und der Deckel zu entfernen. Dann den groben Schmutz abklopfen und mit einem Staubsauger den feinen Staub entfernen.

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Auto-Spar-Tipp 4: Werkstattkosten reduzieren

Verabschieden Sie sich als Erstes von dem Ammenmärchen, dass nur die Wartung bei herstellergebundenen Werkstätten die Garantie erhält. Freie Werkstätten bieten meist dieselbe Leistung und denselben Service wie ihre teureren Mitbewerber. Ausnahmen sind kostenfreie Reparaturen im Rahmen der Gewährleistung, diese müssen beim Verkäufer direkt durchgeführt werden, also meist bei einer Vertragswerkstatt.

Fragen Sie bei Reparaturen außerdem gezielt nach Teilen des freien Marktes – diese sind meist deutlich günstiger und genauso gut wie Marken-Ersatzteile.

Auto-Spar-Tipp 5: Sparen beim Autokauf

Und was ist, wenn man um den Kauf eines neuen Autos nicht herumkommt? Hier fährt man mit einem Gebrauchten natürlich um einiges günstiger. Holen Sie sich Angebote verschiedener Händler ein und seien Sie mutig, wenn es um Preisverhandlungen geht.

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Eine Faustregel besagt, dass Händler oftmals 10 bis 20 Prozent Spielraum haben, wenn es um Rabatte geht. Auch indirekte Rabatte wie etwa eine kostenfrei Wartung, ein neuer Satz Reifen oder Tankgutscheine können interessant sein. Wer flexibel ist, schaut sich nicht nur in der näheren Umgebung nach einem Auto um. Ist man bereit, seinen Neuen aus einer anderen Stadt zu holen, ist die Auswahl an Schnäppchen größer.

Auto-Spar-Tipp 6: Tanken zur richtigen Uhrzeit

Egal, ob die Spritpreise gerade hoch oder niedrig sind, sinken oder steigen: Zusätzlich schwanken sie meistens noch im Laufe eines Tages. Wer klug tankt, könne allein aufgrund der „richtigen“ Uhrzeit bis zu elf Cent pro Liter sparen, meint der ADAC. Das hat eine Untersuchung des Autoclubs im Jahr 2020 von Preisen an 14.000 Tankstellen in Deutschland ergeben.

Doch wann steckt man den Tankrüssel am günstigsten ins Auto? Als Faustregel kann gelten: Autofahrer zahlen zwischen 18 und 22 Uhr am wenigsten, hat der ADAC beobachtet. Wer also nach der Arbeit einfach nur platt ist, sollte trotzdem noch am Abend an die Tanke fahren – auch wenn die Motivation gleich null ist. Denn erst mal ausschlafen und gleich früh ran an den Zapfhahn ist keine gute Idee. Denn am tiefsten müssen Autofahrer in der Zeit zwischen 5 und 8 Uhr morgens in die Tasche greifen. Danach sinken die Preise wieder – nur um meist ab dem späteren Vormittag wieder anzuziehen. Es gebe mehrere Preisspitzen am Tag.