Die Versuchung, am Black Friday zuzuschlagen, ist groß. Foto: imago images / Hans Lucas

Es ist die Gelegenheit, bei Weihnachtseinkäufen zu sparen oder die eigene Grundausstattung zu erneuern. Vielleicht lässt sich auch ein langgehegter Wunsch günstig erfüllen. Am 27. November ist „Black Friday“. Die Rabattschlacht beginnt. Aber Achtung: Lassen Sie sich nicht in die Schnäppchenfalle locken. Im Schnitt liegen die Rabatte nach Angaben von Verbraucherschützer an Aktionstagen eher bei 20 als bei den angegebenen 50 Prozent. Experten raten deshalb, nicht unvorbereitet auf Schnäppchenjagd zu gehen. Der KURIER gibt neun Tipps, wie Sie die besten Angebote finden.

Erster Tipp für den „Black Friday“: Listen schreiben

Um den Überblick über günstige Gelegenheiten und verführerische Verkäufe zu behalten, sollten Sie sich mithilfe von Listen einen Plan machen. Schon allein, um das eigene Budget nicht überzustrapazieren. Bei jedem Besuch eines Supermarkts schreibt man einen Einkaufszettel, das empfiehlt sich auch beim feierlichen Freitagsshoppen. Was auf der „Black Friday“-Liste stehen sollte: was man wirklich braucht, was man sich wünscht, was man verschenken will und – ganz wichtig – was man maximal ausgeben will.

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Zweiter Tipp für den „Black Friday“: Preise recherchieren

Wahren Sie ein gesundes Maß an Skepsis gegenüber absolut absurd anmutenden Preisversprechen. Schreiben Sie hinter die Objekte der Begierde auf Ihrer Liste schon im Vorfeld den Preis, den es „normalerweise“ kostet. Denn die vermeintlichen Sparpreise werden meist im Vergleich mit unverbindlichen Preisempfehlungen des Herstellers (UVP) angegeben. Diese werden teils auch als Mondpreise bezeichnet, weil sie vom Start weg nicht dem üblichen Verkaufspreis entsprechen. Es kann sogar sein, dass ein paar Tage vor der Aktion die Preise heraufgesetzt werden, um sie dann wieder zu senken und das als großen Rabatt zu feiern. Hilfreiche Portale wie Idealo, Geizhals oder Billiger.de helfen beim Vergleichen.

Dritter Tipp für den „Black Friday“: Für Newsletter anmelden

Fast alle Händler bieten Newsletter an, mit denen sie für Angebote und Preisnachlässe werben, gelegentlich sogar mit exklusiven Angeboten für Bestandskunden. Daher lohnt sich eine Anmeldung oft.

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Vierter Tipp für den „Black Friday“: Schnell sein

Vor allem online kann man die besten Deals oft schon finden, bevor der „Black Friday“ startet. Der Onlineriese Amazon zum Beispiel bietet die „Frühen Black Friday Angebote“ schon jetzt an. Auch andere Anbieter legen einen Frühstart hin. Schnell sein lohnt sich.

Fünfter Tipp für den „Black Friday“: Ruhe bewahren

Schon an den Tagen vor dem „Black Friday“ nach Angeboten schauen: ja! Sich hetzen lassen: nein! Bekannte Tricks von Händlern sind Countdowns oder „limitierte Angebote“ – „nur für kurze Zeit“. Lassen Sie sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Was Sie wissen müssen, ist, dass die meisten Angebote sich wiederholen und sich auch bei anderen Anbietern finden lassen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, denn spontane Käufe bereuen Sie später vielleicht.

Im Zweifelsfall bleibt Ihnen aber immer noch der Widerruf. Dieser ist bei einem Onlinekauf in der Regel ohne Angabe von Gründen bis zu 14 Tage nach der Lieferung des Produkts gestattet. Das Problem hierbei: Es können  Rücksendekosten anfallen.

Sechster Tipp für den „Black Friday“: Auf versteckte Kosten achten

Achten Sie bei Bestellungen im Internet darauf, wie teuer der Versand ist. Vor allem größere Produkte wie etwa Fernseher enthalten oft diese versteckten Kosten, die scheinbare Preisvorteile relativieren können.

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Siebenter Tipp für den „Black Friday“: Rabatte kombinieren

Haben Sie ein Produkt gefunden, das für Sie von Interesse ist, können Sie auf Portalen wie Gutscheinsammler.de nach Rabattcodes suchen. Außerdem gibt es die Möglichkeiten, auf Portalen für Cashback-Angebote wie Shoop, Getmore oder iGraal zu suchen. Gelegentlich lassen sich so mehrere Rabattvorteile kombinieren.

Achter Tipp für den „Black Friday“: Auf Seriosität achten

Die Kaufwilligkeit im Rahmen des „Black Fridays“ lockt immer wieder auch Betrüger an. Achten Sie bei Onlinebestellungen unbedingt auf Gütesiegel wie „Trusted Shops“ und auf Pflichtangaben wie das Impressum, die AGB oder die Widerrufsbelehrung.

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Neunter Tipp für den „Black Friday“: Sichere Zahlungsmethoden nutzen

Die Verbraucherzentrale rät von Käufen per Vorkasse oder Direktüberweisung dringend ab. Dahinter können sich Fake-Angebote verbergen. Gerade bei unübersichtlichen Rabattschlachten gesellen sich solche Schwindler gerne dazu. Als sicher gelten PayPal, Kreditkarte, Rechnung oder Lastschrift. Sollten Sie trotzdem eine Lieferung nicht erhalten, können Sie so den Zahlungen widersprechen oder den Käuferschutz einschalten.

Außerdem: Eine verschlüsselte Internetverbindung ist der sicherste Weg, eine Zahlung online abzuwickeln. Das können Sie am verschlossenen Bügelschloss in Ihrem Browser links oben erkennen – oder am Beginn der URL mit „https://“.