Wie viel Geld Sie bereits für den Ruhestand gespart haben sollten, hängt von Ihrem jetzigen Alter ab.
Wie viel Geld Sie bereits für den Ruhestand gespart haben sollten, hängt von Ihrem jetzigen Alter ab. IMAGO/YAY Images

Wer heute schon gern reist, wird im Rentenalter nicht darauf verzichten wollen. Wer heute gerne und oft schön Essen geht mit der Familie, will das sicher auch, wenn er Rentner ist. Auch auf anderen vermeintlichen Luxus will man nicht verzichten müssen, wenn man irgendwann nicht mehr arbeiten muss. Das Problem: Die gesetzliche Rente allein wird nicht reichen, um den Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Als sogenannte Rentenlücke klafft später ein riesiges Loch zwischen der erwarteten Rente und dem letzten Lohn. Was also tun?

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Die Plattform Weltsparen hat ermittelt, wie viel Erspartes 30- bis 60-Jährige heute schon auf der hohen Kante haben sollten – ausgegangen von einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 81 Jahren und einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren.

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Wer heute 30 Jahre alt ist, sollte 47.000 Euro gespart haben

Laut den Gehaltsdaten von Stepstone verdienen 30-Jährige im Durchschnitt 44.606 Euro im Jahr (brutto). Das entspricht einem monatlichen Nettogehalt von 2344 Euro. Sind Sie unverheiratet und haben keine Kinder, haben Sie ab 25 Jahren konstant in die Rentenversicherung einzahlt, ergibt sich daraus ein gesetzlicher Rentenanspruch von brutto etwa 1649 Euro pro Monat.

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Wenn Sie auch im Alter rund 2400 Euro zur Verfügung haben wollen, fehlen nach Abzügen der Steuern und Inflation durchschnittlich 976 Euro im Monat. Das heißt: Wer mit 67 in Rente geht und anschließend 14 Jahre Rente bezieht, dem fehlen hochgerechnet fast 164.000 Euro.

Die gute Nachricht ist: Mit heute 30 Jahren hat man noch viel Zeit zum Sparen. Experten raten, jeden Monat zehn Prozent seines monatlichen Einkommens für später zu sparen. Tut das unser Beispiel-30-Jähriger ab sofort, kann er bis zum Renteneintritt immerhin rund 117.000 Euro ansparen. Den Rest – immerhin etwa 47.000 Euro – sollte er bereits heute auf dem Konto haben.

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Als 40-Jähriger sollte man 93.000 Euro auf der hohen Kante habe

Mit 40 Jahren ist die Rente schon ein Jahrzehnt näher in Sichtweite. In Deutschland verdienen Arbeitnehmer im Alter von 40 Jahren 2022 im Schnitt 52.221 Euro brutto im Jahr. Das macht etwa 2657 Euro auf dem Konto pro Monat. Nach aktuellem Stand würde der heute 40-Jährige ab dem 67. Lebensjahr eine gesetzliche Brutto-Rente von 1930 Euro im Monat bekommen.

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Um die Rentenlücke zum jetzigen Lebensstandard zu schließen, müsste der heute 40-Jährige im Rentenalter 1077 Euro pro Monat aus seinen Rücklagen anzapfen können. Bei 14 Jahren Rentenbezug sind das 181.000 Euro.

Das Problem: Wer erst jetzt mit dem Sparen (10 Prozent vom monatlichen Einkommen) anfängt, kommt bis Rentenbeginn auf 88.000 Euro. Die restlichen rund 93.000 Euro zum Ausgleich der Rentenlücke sollte eine 40-jährige Person also schon jetzt für die Altersvorsorge gespart haben.

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Die Rentenlücke gibt an, was Ihnen an Geld fehlen wird, um Ihren Lebensstandard zu halten, wenn Sie sich auf die gesetzliche Rente verlassen.
Die Rentenlücke gibt an, was Ihnen an Geld fehlen wird, um Ihren Lebensstandard zu halten, wenn Sie sich auf die gesetzliche Rente verlassen. IMAGO/Steinach

Mit heute 50 Jahren sollte man 135.000 Euro für die Rente beiseitegelegt haben

Heute 50-jährige Deutsche verdienen im Jahr 2022 durchschnittlich 53.720 Euro brutto im Jahr oder im Monat netto 2717 Euro. Das ergibt Rentenansprüche von rund 1980 Euro im Monat. Heute 50-Jährigen fehlen im Ruhestand also durchschnittlich 1134 Euro pro Monat, sodass sich bei ihnen eine Rentenlücke von 190.000 Euro ergibt. Sparen sie ab sofort zehn Prozent ihres Nettogehalts, können sie noch 55.000 Euro anhäufen – 135.000 Euro sollten sie also bereits mit 50 auf dem Konto haben.

160.000 Euro sollten heute 60-Jährige auf dem Konto haben für eine sorglose Rente

60-jährige Arbeitnehmer verdienen durchschnittlich 53.549 brutto im Jahr oder 2710 Euro netto im Monat. Auch hier ergeben sich Rentenansprüche von rund 1980 Euro pro Monat bei einem regulären Renteneintritt mit 67.

Heute 60-Jährige müssen pro Monat durchschnittlich 1086 Euro kompensieren, um ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Wer allerdings jetzt erst anfängt, konsequent die empfohlenen zehn Prozent für die Rente beiseite zu legen, kommt lediglich auf Ersparnisse in Höhe von 23.000 Euro bis er 67 Jahre alt ist. Bei einer Rentenlücke von rund 183.000 Euro müsste unser Beispiel-60-Jähriger dementsprechend bereits fast 160.000 Euro für einen sorglosen Ruhestand auf dem Konto haben.